Wismar, Amtsgerichtsgefängnis
Adresse
Untersuchungsgefängnis des Amtsgericht bzw. Kreisgericht Wismar
Wismar, Kellerstraße 1, Deutschland
Informationen zum Ort
Um 1880: als Untersuchungsgefängnis neben dem Großherzoglichen Amtsgerichts errichtet
1919–1933: Untersuchungsgefängnis des Mecklenburg-Schwerinschen Amtsgerichts
1933–1945: Untersuchungsgefängnis des Mecklenburgischen Amtsgericht Wismar.
1945–1952: Untersuchungsgefängnis des Amtsgericht Wismar.
1952–1990: Untersuchungsgefängnis des Kreisgericht Wismar-Stadt und Kreisgericht Wismar-Land; die Wismarer Kriminalpolizei hatte ein Büro und mehrere Zellen in der Haftanstalt
1992–2013: die Einrichtung diente als Jugendarrestanstalt.
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Männer
- Karl Glöde
- Oswald Jerke
Verfolgte Zeugen Jehovas im Kommunismus
Männer
- Gerhard Buuck
- Arthur Dumat
- Siegfried Dumat
- Rolf Heinemann
- Paul Kotzerke
- Heinz Sakowski
- Johann Salamon
- Ernst Zander
Gedenkzeichen
2025 wurde das frühere Gerichtsgefängnis in Wismar eine Herberge. Nicht nur der Gefängnischarakter wurde beim Umbau bewahrt, sondern Anfang 2026 auch Tafeln dauerhaft installiert, die die Geschichte des Hauses erzählen. Auf einer Tafel wird auch an die Inhaftierung von Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und in der DDR erinnert, wobei Carl Glöde namentlich erwähnt wird. (Bersch: Süß schlummern.)