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Berlin-Mitte, Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Adresse

Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin
Berlin-Mitte, Stauffenbergstraße 13/14, Deutschland

Informationen zum Ort

Der von 1911 bis 1914 erbaute und als Bendlerblock bezeichnete historische Gebäudekomplex in der Nähe des Berliner Tiergartens war Sitz verschiedener militärischer Ämter. Er war auch das Zentrum des Umsturzversuchs gegen das nationalsozialistische Regime am 20. Juli 1944 und Hinrichtungsort von Claus Schenk Graf von Stauffenberg und einiger seiner Mitverschwörer. Seit den 1950er Jahren nutzen vor allem Behörden des Bundes und des Landes Berlin sowie die Gedenkstätte Deutscher Widerstand den Bendlerblock. Seit 1993 dient der größte Teil des Bendlerblocks dem Bundesministerium der Verteidigung als zweiter Dienstsitz. (Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Widerstand Dauerausstellung, S. 4–7.)

Gedenkzeichen

Seit dem 20. Juli 1952 findet im heutigen Ehrenhof der Gedenkstätte Deutscher Widerstand jährlich eine Gedenkfeier zur Erinnerung an den Widerstand im Nationalsozialismus statt. 1953 wurde als Erinnerungszeichen die Bronzeskulptur eines jungen Mannes mit gefesselten Händen enthüllt. In den nächsten Jahren kamen weitere Gedenkzeichen hinzu und 1955 erfolgte die Umbenennung der Bendlerstraße in Stauffenbergstraße. 1968 informierte erstmals eine kleine Ausstellung über den militärischen Widerstand, seit 1989 eine Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand als zentraler Ort der Erinnerung in der Bundesrepublik Deutschland umfassend die Motive, Ziele und Formen des Widerstandes gegen die NS-Diktatur. (Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Widerstand Dauerausstellung, S. 7–9.)

In der 1986 teileröffneten und von 1989 bis 2013 zu sehenden Dauerausstellung zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurden die Biographien der Zeugen Jehovas Emmy Zehden und Johannes Harms gezeigt. (Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Ausstellung Widerstand 1986.)

Eingang zum Ausstellungsbereich mit der Schrift "Gedenkstätte Deutscher Widerstand" an der Wand.
Der Eingang zum Themenbereich 1 „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ der Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Fotograf: Georg Engels, Ulm).
Ein Plan zeigt die verschiedenen Ausstellungsbereiche.
Wegweiser durch die Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Fotograf: Georg Engels).

In der aktuellen am 1. Juli 2014 von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit eröffneten Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wird im Themenbereich 5 „Widerstand aus christlichem Glauben“ auch die Widerstandsgeschichte der Zeugen Jehovas dargestellt und an die Zeugen Jehovas Johannes Harms und Elfriede Löhr erinnert. (Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Dauerausstellung Themenkatalog 5, S. 3, 18, 28.)

Im Themenbereich 18 „Widerstand im Kriegsalltag“ wird auf Emmy Zehden sowie auf Hermann Abke und sein kompromissloses Eintreten als Kriegsdienstverweigerer hingewiesen. (Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Dauerausstellung Themenkatalog 18, S. 14, 16, 17, 19, 22, 23.)

Link zur Website der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Zwei Frauen auf einem Plakat, das auf einer Holzwand befestigt ist.
Erinnern trotz Umbau: Plakate der Gedenkstätte Deutscher Widerstand vor dem eingerüsteten Bendlerblock machen 2022 auf Frauen und Männer aus dem Widerstand aufmerksam. Hier die Zeuginnen Jehovas Ilse Unterdörfer und Elfriede Löhr (Privatarchiv Falk Bersch, Fotograf: Falk Bersch).

Externe Medien

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