Paul Zeruch
- Vorname(n)
- Paul
- Nachname
- Zeruch
- Geburtsdatum
- 31. Januar 1907
- Geburtsort
- Richlawo, Westpreußen (heute: Rychława/Polen)
- Beruf
- Tischler
- Erstkontakt und/oder Taufe
- 1932 Taufe als Zeuge Jehovas
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
- Köslin, Gerberstraße 13, Pommern (heute Dąbrowskiego, Koszalin/Polen)
- Schwerin, Hindenburgkaserne, Deutschland
- Schwerin, Güstrower Straße 1 und 3, Deutschland
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Paul Zeruch betätigte sich nach dem Verbot weiter als Zeuge Jehovas. Am 15. Dezember 1936 wurde er in Köslin von der Gestapo verhaftet, die nach der Verbreitung des Flugblattes „Resolution“ gegen die Glaubensgemeinschaft verstärkt vorging. Nach der Gestapohaft wurde Zeruch am 21. Januar 1937 in die U-Haft überführt und dort Ende Februar nach einer Beschwerde entlassen. Das Sondergericht Stettin, dass in Köslin tagte, verurteilte ihn am 6. April 1937 zu vier Monaten Gefängnishaft, die er im Gerichtsgefängnis Köslin verbüßte. Am 24. Juni 1937 Überführung in das KZ Sachsenhausen. Zeruch überlebte und kam 1945 auf dem Todesmarsch von Sachsenhausen nach Schwerin. (LHAS, 7.11-1-1 Nr. 2026, Fragebogen Paul Zeruch vom 21.11.1945.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Paul Zeruch wurde Ende 1945/Anfang 1946 von der Stadtverwaltung Schwerin als Opfer des Faschismus anerkannt. Anfang 1946 zog er von Schwerin nach Magdeburg, offensichtlich um am Wiederaufbau des dortigen Bibelhauses mitzuhelfen. Sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt. (LHAS, 7.11-1-1 Nr. 2026, Schreiben der Stadtverwaltung Schwerin an die Stadtverwaltung Magdeburg vom 4.2.1946.)