Erich Frost
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- Vorname(n)
- Erich
- Nachname
- Frost
- Geburtsdatum
- 22. Dezember 1900
- Geburtsort
- Leipzig, Deutschland
- Todesdatum
- 30. Oktober 1987
- Todesort
- Lübeck, Deutschland
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Erich Frost, 1900 in Leipzig geboren, Musiker, wurde 1934 verhaftet und floh nach der Entlassung wiederholt in die Tschechoslowakei. Ab Mai 1936 zurück in Deutschland, ersetzte er den inzwischen verhafteten Paul Großmann als „Bezirksleiter“ von Sachsen und Thüringen und wurde noch im selben Jahr „Reichsleiter“. Er spielte eine tragende Rolle bei der Vorbereitung der großen Protestaktionen von Jehovas Zeugen. Verhaftet im März 1937, wurde er zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er kam in Emslandlager und ins KZ Sachsenhausen. Nach seiner Befreiung engagierte er sich führend in den Aktivitäten der Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen in Westdeutschland und wurde Opfer einer bösartigen Stasi-Verleumdungskampagne, die auch in der BRD hohe Diffamierungswellen schlug. Er starb 1987 in Lübeck. (Nerlich: Die Goldfischteich-Aktivisten, S. 416–443.)
Gedenkzeichen
An Erich Frost wurde in der 2014 im Zweigbüro Zentraleuropa von Jehovas Zeugen in Selters (Taunus) eröffneten Dauerausstellung „Kennst du Jehovas Volk in Zentraleuropa?“ erinnert. Auch die neue, 2025 eröffnete Ausstellung „Niemals allein“ erzählt seine Geschichte.