Erna Mauch
- Vorname(n)
- Erna
- Nachname
- Mauch
- Geburtsdatum
- 23. August 1880
- Geburtsort
- Ganschow, Deutschland
- Beruf
- Haushaltshilfe
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Trat 1922 aus der Kirche aus und wurde 1927 Bibelforscherin
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Erna Mauch nahm am 7. Oktober 1934 an einer der vier in Güstrow durchgeführten Protestzusammenkünfte gegen das Verbot von Jehovas Zeugen teil.
Sie wurde am 11. September 1936 von der Gestapo verhaftet. Vom Amtsgerichtsgefängnis Güstrow kam sie nach vier Tagen in die Strafanstalt Alt-Strelitz. Am 20. Februar 1937 wurde sie in Güstrow vom Sondergericht Schwerin zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Neben dem Besitz und der Verbreitung illegaler Schriften der Zeugen Jehovas war ihr auch das Spenden für die „Gute-Hoffnung-Kasse“ zur Last gelegt worden. Nach Haftverbüßung kam sie in „Schutzhaft“ und wurde am 24. Juni 1937 in das KZ Moringen überstellt. Von dort kam sie Mitte Dezember 1937 in das KZ Lichtenburg und nach dessen Auflösung am 17. Mai 1939 in das KZ Ravensbrück. Dort wurde sie im April 1945 befreit.
(Bersch: Protestaktion, S. 10; Projektgruppe Kriegsgräber: Jehovas Zeugen, S. 100–103.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Nach 1945 fanden in der Wohnung von Erna Mauch regelmäßig Zusammenkunft der Zeugen Jehovas statt. Am 25. August 1950 wurde ihr der Status als VdN aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit und der Nichtteilnahme an politischen Aktivitäten wieder aberkannt. (Projektgruppe Kriegsgräber: Jehovas Zeugen, S. 100–103.)