Anna Nobis
- Vorname(n)
- Anna
- Nachname
- Nobis
- Geburtsdatum
- 1902
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Hubert Nobis (Ehemann)
- Reinhold Nobis (Sohn)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Hubert Nobis (Ehemann)
- Reinhold Nobis (Sohn)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
1935 erfolgte die erste und 1936 die zweite Verhaftung des Ehemannes Hubert Nobis, der bis 1945 in KZ-Haft verblieb. Wenige Monate nach seiner zweiten Verhaftung wurde der Sohn Reinhold geboren. Von Nachbarn denunziert musste Anna Nobis in Duisburg mehrere Verhöre durch die Gestapo über sich ergehen lassen, bis die Behörden das Verfahren gegen sie einstellten. Durch den Krieg wurde sie 1940 gezwungen als Ausgebombte mit ihrem Sohn nach Thüringen zu ziehen. (John-Stucke/Krenzer/Wrobel: 12 Jahre, S. 14 f.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Nach der Befreiung 1945 traf sich die Familie in Thüringen wieder, wo Hubert Nobis die Gemeinden der Zeugen Jehovas in Meiningen, Suhl und Zella-Mehlis wiederaufbaute und betreute. Er wurde am 30. August 1950 verhaftet und wenig später zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Anna und Reinhold Nobis stellten Ausreiseanträge und konnten 1953 die DDR verlassen. Sie kehrten nach Duisburg zurück, wohin Hubert Nobis nach seiner Gefängnishaft 1957 entlassen wurde. (John-Stucke/Krenzer/Wrobel: 12 Jahre, S. 15.)