Reinhold Nobis
- Vorname(n)
- Reinhold
- Nachname
- Nobis
- Geburtsdatum
- 1936
- Geburtsort
- Duisburg, Deutschland
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Durch Familie mit Jehovas Zeugen verbunden
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Hubert Nobis (Vater)
- Anna Nobis (Mutter)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Hubert Nobis (Vater)
- Anna Nobis (Mutter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Reinhold Nobis wurde 1936, nur wenige Monate nach der zweiten Verhaftung seines Vaters, den er erst nach der Befreiung 1945 kennenlernte, geboren.
Nach einem Umzug von Duisburg nach Thüringen 1940 wurde er 1943 in Diedorf-Fischbach eingeschult. Über die Schulzeit im Nationalsozialismus berichtete er: „Es entstanden Schwierigkeiten, weil wir als Bibelforscher bekannt waren, und weil ich in der Schule nicht mit Heil-Hitler grüßte. [...] Das Lehrerpersonal behandelte mich dementsprechend schlecht, und von einigen Schülern wurde ich gehänselt und geschlagen.“
(John-Stucke/Krenzer/Wrobel: 12 Jahre, S. 15.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
1950 wurde der Vater Hubert Nobis im Zuge des Verbotes der Zeugen Jehovas in der DDR verhaftet und wenig später zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Über seine Schulzeit berichtete Reinhold Nobis weiter: „Bis 1951 besuchte ich die Volksschule. [...] Auch diese Zeit war nicht leicht für mich, weil ich mich nicht zu den Jungen Pionieren meldete. Da gab es z. B. Volksspeisungen in der Schule, von denen ich ausgeschlossen wurde. Ich wurde oft nach Schulschluss geschlagen und mit Steinen beworfen. [...] Mein Halt war die Gemeinschaft in der Versammlung [Gemeinde]. Da waren auch mehrere Jugendliche in den Versammlungen.“
Anna und Reinhold Nobis stellten Ausreiseanträge und konnten 1953 die DDR verlassen. Sie kehrten nach Duisburg zurück, wohin Hubert Nobis 1957 nach seiner Gefängnishaft entlassen wurde.
(John-Stucke/Krenzer/Wrobel: 12 Jahre, S. 15.)