Elisabeth Herber, geb. Grün
- Vorname(n)
- Elisabeth
- Geburtsname
- Grün
- Nachname
- Herber
- Geburtsdatum
- 2. Februar 1892
- Geburtsort
- Bad Godesberg (heute Bonn-Bad Godesberg), Deutschland
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Heinrich Herber (Ehemann)
- Alfred Herber (Sohn)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Elisabeth Herber wohnte mit ihrem Ehemann Heinrich Herber und ihren vier gemeinsamen Kindern ab 1922 in Bonn in der Karlstraße 29. Bereits im Jahr 1933 wurde die Tätigkeit von Jehovas Zeugen in Preußen verboten und die Gestapo führte bei ihnen mehrfach Hausdurchsuchungen durch. 1936 zog die Familie in die Gutenbergstraße 2 (heute Hunsrückstraße 2). Auch diese Wohnung wurde mehrfach von der Gestapo durchsucht. Am 16. Mai 1938 wurde Elisabeth Herber gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem damals 18jährigen Sohn Alfred verhaftet, weil in ihrem Haus geheime Treffen mit Kurieren stattfanden, die häufig auch bei der Familie übernachteten. Im Keller wurde auch die im Untergrund herstellte Zeitschrift „Der Wachtturm“ gelagert. Bei den Verhören in der Gestapo-Außenstelle in Bonn zog sich Elisabeth Herber ein Nerven- und Herzleiden zu. Ihr Sohn Heinz Herber, der kein Zeuge Jehovas war und bereits in einem eigenen Haushalt lebte, setzte sich erfolgreich dafür ein, dass seine völlig verängstigte Mutter nach etwa einer Woche freigelassen wurde, während ihr Mann und ihr Sohn Alfred in Haft blieben.
Am 17. August 1938 wurde das Verfahren gegen Elisabeth Herber eingestellt, da aufgrund des Straffreiheitsgesetzes vom 30. April 1938 zuvor begangenen Taten, die voraussichtlich zu einer Haftstrafe von nicht mehr als sechs Monaten führen würden, nicht weiter verfolgt wurden.
(LAV NRW R BR 3006 Nr. 14653.)