Karl Ohm
- Vorname(n)
- Karl
- Nachname
- Ohm
- Geburtsdatum
- 25. Oktober 1890
- Geburtsort
- Wipperführth, Ortsteil Obergraben, Deutschland
- Todesdatum
- nach 1966
- Beruf
- Schlosser
- Erstkontakt und/oder Taufe
- 1918 Taufe als Bibelforscher
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Aufgrund der religiösen Überzeugung Karl Ohms verhinderte die NSDAP 1934 seine Anstellung beim Eisenbahn-Ausbesserungswerk. Am 9. August 1935 wurde der Zeuge Jehovas zum ersten Mal verhaftet und am folgenden Tag wieder freigelassen.
Am 17. November 1937 fuhren Karl Ohm und Friedrich Schütters mit dem Fahrrad zu verschiedenen Zeugen Jehovas in Wermelskirchen, um Informationen zur weiteren illegalen Tätigkeit zu überbringen. Noch am gleichen Abend fand eine Hausdurchsuchung bei Karl Ohm statt, bei der jedoch nur Bücher der IBV aus der Zeit vor dem Verbot gefunden wurden. Da das Gericht in Opladen keinen Haftbefehl ausstellte, wurde Karl Ohm noch am gleichen Tag durch die Gestapo in Schutzhaft genommen und in das Gefängnis in Remscheid überstellt. Zur Begründung der Schutzhaft nannte die Gestapo den Fund der Bücher, denn „[d]adurch dürfte aber der Beweis erbracht sein, dass er Bibelforscher ist“.
Da das Gericht in Opladen keinen Haftbefehl ausstellte, wurde Karl Ohm noch am gleichen Tag durch die Gestapo in Schutzhaft genommen.
Karl Ohms Arbeitgeber benötigte den gelernten Schlosser dringend für die Ausführung von Auslandsaufträgen. Daher reichte er am 29. November 1937 eine Petition ein, in der er dessen Freilassung erbat. Auch das Sondergericht Düsseldorf sprach Karl Ohm frei. Dennoch verhängte die Gestapo weitere Schutzhaft und überstellte ihn am 22. Januar 1938 an das Konzentrationslager Buchenwald. Karl Ohm wurde im Wasserbau-Kommando Tonndorf zur Zwangsarbeit eingesetzt.
Obwohl die Ehefrau Paula Ohm die religiöse Überzeugung ihres Mannes nicht teilte, verweigerte sie die Einwilligung in die Scheidung, wozu die NSDAP sie drängte. Stattdessen schrieb sie am 20. Juni 1939 ein Entlassungsgesuch für ihren Mann. Karl Ohm wurde am 19. April 1940 aus Buchenwald entlassen und kehrte nach Opladen zurück.
(Krüger: Eine Bibel, S. 41.)
Gedenkzeichen
Am 7. Mai 2002 wurde für Karl Ohm vor seinem ehemaligen Wohnhaus in der Auestraße 12 in Opladen-Leverkusen ein Stolperstein verlegt.