Alfred Albrecht
- Vorname(n)
- Alfred
- Nachname
- Albrecht
- Geburtsdatum
- 22. Februar 1899
- Geburtsort
- Zastler, Deutschland
- Todesdatum
- 10. Juli 1980
- Todesort
- München, Deutschland
- Beruf
- Fuhrunternehmer
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Wurde 1929 als Zeuge Jehovas getauft
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Maria Albrecht (Ehefrau)
- Franz Albrecht (Sohn)
- Luise Ebstein, geb. Albrecht (Tochter)
- Wilhelmine Thomas, geb. Albrecht (Tochter)
- Alex Ebstein (Schwiegersohn)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Alfred Albrecht stellte nach dem Verbot der Zeugen Jehovas in Bayern die Wohnung der Familie für christliche Zusammenkünfte zur Verfügung, bei denen auch Geld für die „Gute-Hoffnung-Kasse“ gesammelt wurde. Der Familienvater wurde mit seiner Frau am 17. Dezember 1936 aufgrund der Verteilung des Flugblattes „Resolution“ im Münchner Stadtteil Haidhausen in Schutzhaft genommen. Alfred Albrecht hatte einem SS-Posten, der das Haus Hitlers am Prinzregentenplatz bewachte, ein Exemplar übergeben, verbunden mit der Bitte, es dem „Führer“ auszuhändigen.
Alfred Albrecht hatte einem SS-Posten, der das Haus Hitlers am Prinzregentenplatz bewachte, ein Exemplar des Flugblattes „Resolution“ übergeben, verbunden mit der Bitte, es dem „Führer“ auszuhändigen.
Alfred Albrecht wurde in das Gestapogefängnis im Wittelsbacher Palais eingeliefert. Am 19. Februar 1937 kam er als Untersuchungshäftling in das Gerichtsgefängnis Neudeck. Am 4. Mai 1937 erfolgte durch das Sondergericht München seine Verurteilung zu einer achtmonatigen Gefängnisstrafe. Seine Frau wurde zu fünf Monaten Gefängnishaft verurteilt. Die Eltern von drei Kindern konnten die Haft nacheinander abbüßen.
Nach der Entlassung stand das Ehepaar weiter unter Beobachtung. Alfred Albrecht musste sich alle zwei Wochen bei der Gestapo melden. Nach mehreren Hausdurchsuchungen erlitt er am 5. Juni 1939 einen Nervenzusammenbruch und wurde in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar eingewiesen, wo er bis zum Kriegsende verblieb. Eine Entlassung war wegen seiner „staatsfeindlichen Einstellung“ immer wieder abgelehnt worden. Alfred Albrecht überlebte das NS-Regime mit schweren gesundheitlichen Folgeschäden.
(Nerdinger: Die Verfolgung, S. 136; Wilker: Albrecht; JZArchZE, Interview Wilhelmine Thomas vom 25.2.1999.)