Wilhelmine Thomas, geb. Albrecht
- Vorname(n)
- Wilhelmine
- Geburtsname
- Albrecht
- Nachname
- Thomas
- Geburtsdatum
- 27. Januar 1922
- Erstkontakt und/oder Taufe
- 1943 als Zeugin Jehovas getauft
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Alfred Albrecht (Vater)
- Maria Albrecht (Mutter)
- Franz Albrecht (Bruder)
- Luise Ebstein, geb. Albrecht (Schwester)
- Alex Ebstein (Schwager)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Als Tochter der Zeugen Jehovas Alfred und Maria Albrecht war Wilhelmine Albrecht mit ihren Geschwistern im nationalsozialistischen Schulsystem Repressalien ausgesetzt. Ihre Noten und Beurteilungen fielen schlechter aus, als die ihrer Mitschüler, was auch daran lag, dass Wilhelmine Albrecht nicht im BDM organisiert war. Ihre Eltern wurden 1936 inhaftiert. Nach der Haftentlassung fanden in der Wohnung der Familie weitere Hausdurchsuchungen statt und die Eltern wurden mehrfach zur Gestapo bestellt. Die Angst, dass sie nicht wiederkamen, war bei den Kindern ständig präsent.
1942 bekam Wilhelmine Albrecht einen Gestellungsbefehl als Flakhelferin in Linz, der - vermutlich durch die Beziehungen eines wohlwollenden Arbeitskollegen - zurückgenommen wurde. Bis zum Kriegsende nahm sie in München an den geheimen Zusammenkünften der Zeugen Jehovas teil.
(JZArchZE, Interview Wilhelmine Thomas vom 25.2.1999; Wilker: Ich hatte eine gerade Linie, S. 47.)