Selma Elfriede Herminghaus, geb. Klüting
- Vorname(n)
- Selma Elfriede
- Geburtsname
- Klüting
- Nachname
- Herminghaus
- Geburtsdatum
- 11. Juli 1883
- Geburtsort
- Radevormwald-Önkfeld, Deutschland
- Todesdatum
- 17. Juni 1970
- Todesort
- Radevormwald-Bergerhof, Deutschland
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Hugo Herminghaus (Ehemann)
- Karl Klüting (Bruder)
- Theresie Klüting, geb. Heide (Schwägerin)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Ab dem 27. November 1934 hatte die Gestapo die Post der Familie Herminghaus und anderer Zeugen Jehovas in Radevormwald überwacht. Am 27. September 1935 wurde Elfriede Herminghaus und weitere acht ihrer Glaubensgeschwister in Radevormwald auf der Polizeiwache verhört und im Polizeigefängnis inhaftiert. Nach einer Vorführung vor dem Amtsgericht Remscheid am 2. Oktober 1935 wurden die Inhaftierten bis zum Prozessbeginn freigelassen.
Am 22. November 1935 fand in Remscheid dann der Prozess gegen zwölf Zeugen Jehovas aus Radevormwald statt. Alle Angeklagten wurden der „Fortführung der verbotenen Organisation der Ernsten Bibelforscher“ schuldig gesprochen und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie hatten christliche Zusammenkünfte und das Abendmahl besucht.
Elfriede Herminghaus wurde zu einem Jahr Haft verurteilt, die sie vom 27. Dezember 1935 bis 2. Januar 1936 in Wuppertal-Elberfeld und anschließend bis zum 27. Januar 1936 in Düsseldorf-Derendorf verbüßte.
(Krüger: Eine Bibel, S. 18 f.)