Karl Klüting
- Vorname(n)
- Karl
- Nachname
- Klüting
- Geburtsdatum
- 20. August 1895
- Geburtsort
- Radevormwald-Önkfeld, Deutschland
- Todesdatum
- 4. Juni 1958
- Beruf
- Feilenhauer
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Theresie Klüting, geb. Heide (Ehefrau)
- Selma Elfriede Herminghaus, geb. Klüting (Schwester)
- Hugo Herminghaus (Schwager)
- Albert Hillebrand (Schwager)
- Paul Schwartz (Schwager)
- Hedwig Hillebrand, geb. Heide (Schwägerin)
- Anna Maria Schwartz, geb. Heide (Schwägerin)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Ab dem 27. November 1934 hatte die Gestapo die Post der Familie Klüting und anderer ihrer Glaubensgeschwistern in Radevormwald überwacht. Am 27. September 1935 wurde Karl Klüting und weitere acht Zeugen Jehovas in Radevormwald auf der Polizeiwache verhört und im Polizeigefängnis inhaftiert. Nach einer Vorführung vor dem Amtsgericht Remscheid am 2. Oktober 1935 wurden die Inhaftierten bis zum Prozessbeginn freigelassen.
Sie hatten christliche Zusammenkünfte und das Abendmahl besucht.
Am 22. November 1935 fand in Remscheid dann der Prozess gegen zwölf beschuldigte Zeugen Jehovas aus Radevormwald statt. Alle Angeklagten wurden der „Fortführung der verbotenen Organisation der Ernsten Bibelforscher“ schuldig gesprochen und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie hatten christliche Zusammenkünfte und das Abendmahl besucht. Karl Klüting wurde zu drei Monaten Haft verurteilt, die er vom 27. Dezember 1935 bis 27. März 1936 in Wuppertal-Barmen verbüßte.
Am 10. Mai 1947 erhielt Karl Klüting einen Sonderausweis als Verfolgter des Naziregimes. Dieser Status wurde ihm am 12. Juni 1950 wieder aberkannt, da seine Haftzeit weniger als sechs Monate betragen hatte. Dagegen führte er einen jahrelangen, aber vergeblichen Rechtsstreit.
(Krüger: Eine Bibel, S. 18 f.)