Auguste Schaumburg, geb. Selbach
- Vorname(n)
- Auguste
- Geburtsname
- Selbach
- Nachname
- Schaumburg
- Geburtsdatum
- 20. März 1894
- Geburtsort
- Hückeswagen-Niederfeldbach, Deutschland
- Todesdatum
- 1. November 1969
- Todesort
- Radevormwald, Deutschland
- Beruf
- Schneiderin
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Taufe 1924 als erste Bibelforscherin in Radevormwald
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Walther Schaumburg (Ehemann)
- Siegfried Schaumburg (Sohn)
- Gisela Rohleder, geb. Schaumburg (Tochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Die Gestapo überwachte ab dem 27. November 1934 die Post von Walther und Auguste Schaumburg und weiteren Zeugen Jehovas aus Radevormwald. Am 27. September 1935 wurden neun Zeugen Jehovas aus dem Ort verhaftet, im Polizeigefängnis inhaftiert und auf der Polizeiwache verhört. Darunter befanden sich auch Walther und Auguste Schaumburg sowie Albert und Ida Fischer, die im gleichen Haus wohnten. Am 2. Oktober 1935 wurden die Inhaftieren dem Amtsgericht Remscheid vorgeführt und bis zum Prozess auf freien Fuß gesetzt. Der Prozess fand am 22. November 1935 in Remscheid gegen zwölf beschuldigte Zeugen Jehovas statt. Alle Angeklagten würden der „Fortführung der verbotenen Organisation der Ernsten Bibelforscher“ schuldig gesprochen und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie hatten christliche Zusammenkünfte besucht und das Abendmahl gefeiert.
Auguste Schaumburg wurde zu einem Monat Haft verurteilt, die sie vom 27. Dezember 1935 bis 2. Januar 1936 in Wuppertal-Elberfeld und daran anschließend bis zum 27. Januar 1936 in Düsseldorf-Derendorf verbüßte.
(Krüger: Eine Bibel, S. 18–20.)