Franz Liemandt
- Vorname(n)
- Franz
- Nachname
- Liemandt
- Geburtsdatum
- 19. Januar 1899
- Geburtsort
- Tulkeragge, Gemeinde Schießgirren, Ostpreußen (heute Russland)
- Todesdatum
- 7. Dezember 1939
- Todesort
- Berlin-Plötzensee, Strafgefängnis
- Verfolgungsbedingte Todesart
- Aufgrund seiner Kriegsdienstverweigerung enthauptet
- Beruf
- Steinschläger
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Franz Liemandt wurde im August 1939 zur 2. Kompanie des Landesschützenbataillon XV/II in Neustrelitz einberufen. Er verweigerte den Fahneneid und den Waffendienst, woraufhin er inhaftiert wurde. Er befand sich im Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit, als am 9. September 1939 Anklage durch die Reichskriegsanwaltschaft Berlin gegen ihn erhoben wurde. Am 9. Oktober 1939 fand die Hauptverhandlung vor dem Reichskriegsgericht statt, das die Todesstrafe wegen Zersetzung der Wehrkraft verhängte. Das Urteil wurde am 24. Oktober bestätigt und ein Gnadengesuch am 27. November abgelehnt. Am 7. Dezember 1939 wurde Franz Liemandt im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee enthauptet.
Seine Witwe bestritt 1951 - nach einem Verbot der Zeugen Jehovas in der DDR - dass Franz Liemandt den Bibelforschern angehört hätte. In mehreren Dokumenten der NS-Verfolgungsbehörden wird er jedoch als Bibelforscher bezeichnet.
(Bersch: Die Kriegsdienstverweigerung in Mecklenburg, S. 214 f.; Kniesz: Rundweg, S. 20 f.)
Gedenkzeichen
Am 15. November 2009 wurde in Waren (Müritz) vor dem Standort des ehemaligen Wohnhauses Große Mauerstraße 10 für Franz Liemandt ein Stolperstein verlegt. (Kniesz: Rundweg, S. 20 f.)