Alfons Proppe
- Vorname(n)
- Alfons
- Nachname
- Proppe
- Geburtsdatum
- 15. August 1905
- Geburtsort
- Lodz (Łódź), Polen
- Todesdatum
- 12. März 1963
- Todesort
- Hannover, Deutschland
- Beruf
- Bautischler
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Kontakt mit Bibelforschern spätestens ab 1928
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Marta Proppe, geb. Arndt (Ehefrau)
- Egon Proppe (Sohn)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Alfons Proppe war vom 16. Januar bis zum 30. Juni 1940 wegen seiner religiösen Überzeugung im Polizeigefängnis Lodz inhaftiert.
Im Rahmen einer Verhaftungswelle von Zeugen Jehovas in Lodz und Umgebung im Mai und Juni 1942 wurde seine Frau Martha Proppe und deren Freundin Alma Jakobi verhaftet. Alfons Proppe gelang es unterzutauchen und sich vor der Gestapo auf dem Dachboden des Hauses der Zeugin Jehovas Elsa Brandt, einer Schwester von Alma Jakobi, zu verstecken. Das Haus wurde nicht durchsucht, da Elsa Brandts Ehemann Julius Brandt NSDAP-Mitglied war. Manchmal kam Alfons Proppes Sohn Egon Proppe, der nach der Verhaftung der Mutter bei Verwandten untergekommen war, zu Besuch und spielte mit den Kindern der Familie Brandt. Bei diesen Gelegenheiten konnte Alfons Proppe ihn, von einem Schrankversteck aus, beobachten.
Als am 19. Januar 1945 die Rote Armee in Lodz einmarschierte, floh Julius Brandt mit seiner Familie ins mecklenburgische Bad Kleinen. Auch Alfons Proppe mußte das Haus verlassen. Er wurde im Februar 1945 in einem Lager in Charkiw in der Ukranine interniert und kehrte erst im Oktober 1947 nach Lodz zurück. 1958 zog die Familie nach Hessen, später nach Hannover, wo Alfons Proppe 1963 starb.
(Privatarchiv T. Martin Krüger, Bericht Miriam Dauenhauer über Elsa Brandt.)