Paul Otto Schneider
- Vorname(n)
- Paul Otto
- Nachname
- Schneider
- Geburtsdatum
- 5. August 1886
- Geburtsort
- Treuenbrietzen, Deutschland
- Todesdatum
- 29. April 1943
- Todesort
- Sachsenhausen, Konzentrationslager
- Verfolgungsbedingte Todesart
- Im Krankenrevier verstorben
- Beruf
- Maler
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Anfang der 1930er Jahre war Paul Otto Schneider bereits ein aktives Mitglied der Kasseler Bibelforscher-Gemeinde
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Als aktives Mitglied der Kasseler Gemeinde der Zeugen Jehovas beteiligte sich Paul Otto Schneider am 20. Juni 1937 am Verteilen des „Offenen Briefes“ in Kassel. In dem Flugblatt wurde die Verfolgung der Zeugen Jehovas aufgezeigt und angeklagt. Die Verhaftung Paul Otto Schneiders erfolgte wenig später am 12. Juli 1937 in Kassel.
Der Prozess am Sondergericht beim OLG Kassel fand am 29. September 1937 statt. Paul Otto Schneider wurde zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt, die er im Strafgefängnis Wolfenbüttel verbrachte. Nach seiner Entlassung am 11. Oktober 1938 kehrte er nach Kassel zurück. Die Freiheit währte nicht lange. Am 25. Oktober 1938 wurde er auf seiner Arbeitsstelle durch die Gestapo inhaftiert und vier Tage später als Häftling 1.661 in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht. Am 25. Mai 1940 folgte der Transport zu einem Arbeitskommando in die Wewelsburg.
Am 5. Juni 1940 wurde Paul Otto Schneider in das Konzentrationslager Sachsenhausen verlegt. Dort erhielt er die Häftlingsnummer 25.310. Er verstarb im Krankenrevier des Konzentrationslagers.
Gedenkzeichen
Am 4. September 2014 wurde in Kassel, Entenanger 10, ein Stolperstein für Paul Otto Schneider verlegt. (Hein, Christina: 21 weitere Stolpersteine.)