Zum Hauptinhalt springen

Sachsenhausen, Konzentrationslager

Adresse

Konzentrationslager Sachsenhausen (1936–1945)
Sowjetisches Speziallager Nr. 7 (1945–1950)
Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen (1961–1990)
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen (seit 1993)
Oranienburg, Straße der Nationen 22, Deutschland

Informationen zum Ort

Im Juli 1936 wurde mit dem Bau des KZ Sachsenhausen durch Häftlinge aus Esterwegen begonnen. Unter diesen Häftlingen befanden sich auch einige Zeugen Jehovas. Weitere Zeugen aus den KZ Columbia in Berlin und Lichtenburg folgten, so dass bis März 1937 ca. 20 von ihnen in Sachsenhausen waren. Ab diesem Zeitpunkt wurden sie in der „Isolierung“ gefangen gehalten, wozu die Lagerverwaltung zunächst die Baracken 3, 4, 19 und 20 nutzte.

Die Zeugen Jehovas erhielten ein neunmonatiges Schreibverbot, danach durfte jeder nur fünf Zeilen an seine Angehörigen schreiben. Ihre Briefe trugen den Stempelaufdruck: „Der Schutzhäftling ist nach wie vor hartnäckiger Bibelforscher und weigert sich von der Irrlehre der Bibelforscher abzulassen. Aus diesem Grunde ist ihm lediglich die Erleichterung, den sonst zulässigen Briefwechsel zu pflegen, genommen worden.“

Zwei einstöckige, lange, graue Baracken stehen sich gegenüber. Dazwischen stehen im Vordergrund zwei Bäume. Dunkle Flächen zeigen den Standort der ehemaligen Häftlingsbaracken.
Häftlingsküche (links) und Häftlingswäscherei (rechts) sowie das Torgebäude (Hintergrund) des ehemaligen KZ Sachsenhausen, 2024 (Privatarchiv T. Martin Krüger, Fotograf: T. Martin Krüger).
Eine lange Holzbaracke mit sechs Türen an der rechten Seite und einer langen Reihe schmaler, weiß gestrichener Fester nahe des Lagerzauns. Im Hintergrund steht Turm A.
Eine der beiden Krankenbaracken des KZ Sachsenhausen, 2024 (Privatarchiv T. Martin Krüger, Fotograf: T. Martin Krüger).

Ab 1938 bestand die Strafkompanie aus den Baracken 11, 12, 35 und 36, wobei Zeugen Jehovas in den Baracken 35 und 36 untergebracht waren. Um den „Isolierung“ genannten Bereich war eine Absperrung aus Brettern und Stacheldraht gezogen worden. Dadurch sollte verhindert werden, dass Zeugen Jehovas Kontakt zu anderen Häftlingen hatten. Durch längere Arbeitszeiten, zeitweilige Einkaufssperre, Entzug warmer Kleidung sowie dem Ausschluss von jeder Krankenbehandlung und Medikamentenvergabe wurden die Zeugen Jehovas drangsaliert. 1939 trat eine teilweise Lockerung dieser Maßnahmen ein. Die „Isolierung“ wurde jedoch erst im September 1941 aufgehoben.

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verschärften sich die Schikanen wieder. Am 15. September 1939 wurde der Kriegsdienstverweigerer August Dickmann in Sachsenhausen hingerichtet. In den folgenden Monaten erlitten die Zeugen Jehovas ständige Misshandlungen und Essensentzug. Während des strengen Winters 1939/40 starben über 100 von ihnen. Nach einem Besuch Himmlers im Zellenbau des Konzentrationslagers wurden die beiden Zeugen Jehovas Robert Ziebold und Franz Wels am 17. Januar 1940 in einer Sandgrube des Industriehofes erschossen. Der Zeuge Jehovas Jonathan Stark wurde am 1. November 1944 in Sachsenhausen erhängt.

In den Jahren 1941/42 setzte die SS die Zeugen Jehovas verstärkt zu Arbeiten im Krankenbau, in der Küche und der Effektenkammer ein, was zu einer gewissen Erleichterung der Haftbedingungen führte. Zu den Außenlagern des KZ Sachsenhausen, in denen Zeugen Jehovas arbeiten mussten, gehörten u. a. die Heinkel-Werke und das Klinkerwerk in Oranienburg, das Lager Ketschendorf in Bad Saarow, das Lager Lichterfelde, das Lager Lichtenburg in Prettin und die Wewelsburg, die am 1. September 1941 als Konzentrationslager Niederhagen eine selbstständige Einrichtung wurde.

Im Oktober 1942 stellte das KZ Sachsenhausen die SS-Baubrigade I auf, die aus 730 Häftlingen des dortigen KZs und weiteren 270 Häftlingen des KZ Neuengamme bestand. Unter der Aufsicht des KZ Sachsenhausen wurde diese zunächst für die gefährliche Arbeit der Beseitigung von Bombentrümmern eingesetzt, wobei 600 Mann in Düsseldorf-Stoffeln und 400 in Duisburg tätig waren. Unter den Häftlingen befanden sich 100 Deutsche, von denen 55 Zeugen Jehovas waren.

Für den nächsten Einsatz auf der Kanalinsel Alderney wurde die SS-Baubrigade I dann im März 1943 demKZ Neuengamme unterstellt. Im Januar 1945 wurde die Baubrigade I, wie auch die übrigen verbliebenen drei Baubrigaden wieder dem KZ Sachsenhausen unterstellt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die SS-Baubrigade I bei einem Kalischacht im KZ-Außenlager Rehungen und bestand nur noch aus 400 Häftlingen, darunter 49 Zeugen Jehovas. Alle verbliebenden Zeugen Jehovas überlebten den am 7. April 1945 beginnenden Räumungstransport, der sie u. a. über Berlin, Prag, und dem KZ Mauthausen in das KZ-Außenlager Steyr-Münichholz brachte, wo sie am 5. Mai 1945 von der amerikanischen Armee befreit wurden.

Zum Kriegsende wurde auch Sachsenhausen evakuiert. Die 230 Bibelforscher, darunter auch 18 Frauen, die kurz zuvor ins Lager gekommen waren, blieben auf dem Todesmarsch zusammen. Sie überlebten alle Dank ihrer Solidarität und erreichten am 2. Mai 1945 ein Waldstück bei Schwerin. Hier erhielten sie am nächsten Tag die Freiheit.

Ein langer Gang mit hellen Fußbodenfliesen und grauen, schweren Holztüren zu beiden Seiten
1936 errichteter Zellenbau des KZ Sachsenhausen, 2024 (Privatarchiv T. Martin Krüger, Fotograf: T. Martin Krüger).
Zwei Verbrennungsöfen aus roten Ziegelsteinen mit Eisentüren.
Im von der SS „Station Z“ genanntem Krematorium im KZ Sachsenhausen befanden sich vier Öfen, in denen die Leichen ermordeter Häftlinge verbrannt wurden, Aufnahme von 2024 (Privatarchiv T. Martin Krüger, Fotograf: T. Martin Krüger).
Blick durch das Tor zum Gelände des ehemaligen KZ Sachsenhausen. Am Tor die Inschrift "Arbeit macht frei".
Blick durch das Tor auf das Gelände des ehemaligen KZ Sachsenhausen, 2024 (Privatarchiv Falk Bersch, Fotograf: Falk Bersch).

Laut Lagerstatistik hatte die SS in Sachsenhausen 980 Bibelforscher-Häftlinge registriert. Bisher wurden mehr als 650 inhaftierte Zeugen aus Deutschland, 29 aus Österreich, 152 aus den Niederlanden und Belgien, sechs aus Polen, drei aus Frankreich und zwei aus der Tschechoslowakei namentlich ermittelt. Den höchsten prozentualen Anteil an der Gesamthäftlingsstärke erreichten die Bibelforscher-Häftlinge im Mai 1938 mit 10,7 Prozent, was 314 Häftlingen entsprach. Mit dem sprunghaften Ansteigen der Gesamthäftlingszahlen im Juni 1938 fiel dieser Anteil auf 3,4 Prozent. Im April 1945 waren von den vermutlich 36.654 Häftlingen nur noch zwischen 230 und 250 Bibelforscher, also weniger als 1 Prozent der Gesamthäftlingsstärke. In den Jahren 1938 bis 1943 wurden 168 Todesfälle von Zeugen Jehovas urkundlich belegt. Insgesamt sollen etwa 200 Zeugen Jehovas im KZ Sachsenhausen ums Leben gekommen sein.

Im August 1945 wurde in Sachsenhausen das Sowjetische Speziallager Nr. 7 in Betrieb genommen. Es wurde im März 1950 aufgelöst. Bisher ist nicht bekannt, dass sich unter den etwa 60.000 Häftlingen des Speziallagers Zeugen Jehovas befanden.

(Naujoks: Mein Leben, S. 109, 157, 183; Garbe: Zwischen Widerstand, S. 363 f., 412, 499; Zeiger: Zeugen Jehovas Sachsenhausen; Bersch: Aberkannt, S. 42 f.; Finn: Die politischen Häftlinge, S. 48–51, 207, 214.)

Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus

1938 erschien das Buch „Kreuzzug gegen das Christentum“ von Franz Zürcher, dass einen von Zeugen Jehovas verfassten Bericht über die Verhältnisse im Konzentrationslager Sachsenhausen sowie eine Skizze des Lagers enthielt. (Zürcher: Kreuzzug, S. 144–152.)

Skizze des Konzentrationslagers Sachsenhausen aus dem 1938 veröffentlichtem Buch "Kreuzzug gegen das Christentum".
1938 von Jehovas Zeugen veröffentlichte Skizze des Konzentrationslagers Sachsenhausen (Franz Zürcher: Kreuzzug gegen das Christentum).

Am 15. September 1939 wurde der Kriegsdienstverweigerer August Dickmann in Sachsenhausen hingerichtet. Zuvor hatte er der SS gegenüber seine Weigerung bekräftigt. Durch die Erschießung auf dem Appellplatz sollte die Überzeugung der anwesenden Zeugen Jehovas gebrochen werden. Sie bewirkte jedoch genau das Gegenteil. (Garbe: Zwischen Widerstand, S. 420–422.)

Die Gruppe um Franz Fritsche stand in enger Verbindung mit in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen inhaftierten Glaubensgeschwistern und versorgte diese über die Außenkommandos und andere außerhalb des Lagers eingesetzte Häftlinge etwa eineinhalb Jahre lang regelmäßig mit neuen Ausgaben des „Wachtturm“ und anderen Schriften. Zudem konnten in diesem Zeitraum 150 Briefe aus dem Lager und fast genauso viele in das Lager geschmuggelt werden. (Garbe: Zwischen Widerstand, S. 342.)

Es existierten in Sachsenhausen also eine ganze Reihe religiöser Schriften. Es gab eine Lutherbibel, die der Blockälteste Albin Lüdke, ein Kommunist, für die Zeugen Jehovas in seinem Spind versteckt hielt. Dem Zeugen Jehovas Karl Schurstein gelang es, wahrscheinlich in seiner Beinprothese, Ausgaben des „Wachtturm“ in das KZ zu schmuggeln. Mit Arthur Winkler kam im September 1944 eine Bibel heimlich ins Lager. (Zeiger: Zeugen Jehovas Sachsenhausen, S. 90 f.; John-Stucke/Krenzer/Wrobel: 12 Jahre, S. 23.)

1941/42 erfolgten im Block 59 auch regelmäßig Bibelstunden. Es gelang den Zeugen Jehovas mehrere Monate lang jeden Sonntag eine biblische Besprechung anhand des „Wachtturms“ durchzuführen. Daran beteiligten sich jeweils 220 bis 250 Häftlinge, während 60 bis 70 an verschiedenen Stellen Wache hielten. (Zeiger: Zeugen Jehovas Sachsenhausen, S. 90 f.)

Ab 1943 wurden sie verstärkt als Vorarbeiter oder als Arbeiter in SS-Haushalten eingesetzt. Die Durchführung ihres Glaubenslebens wurde dadurch erleichtert und auch die Literatur der Glaubensgemeinschaft gelangte durch diese Lockerungen in das KZ. Am 27. April 1944 erfolgte in Sachsenhausen eine Aktion der Gestapo gegen die Zeugen Jehovas, wobei mehrere Schriften und Briefe aus Ravensbrück gefunden werden. Es folgten weitere Untersuchungen und die Zeugen wurden aus den Außenkommandos zurückgerufen, Kranke auch aus dem Revier geholt. (Bersch: Aberkannt, S. 42 f.)

Durch die Missionstätigkeit, der die Zeugen Jehovas auch unter großer persönlicher Gefahr unermüdlich nachkamen, schlossen sich andere Häftlinge ihrer Gemeinschaft an, darunter 227 sowjetische und viele polnische Gefangene. Einige von ihnen wurden heimlich im Lager getauft. Zu den Zeugen Jehovas, die den Todesmarsch aus Sachsenhausen überlebten, gehörten 36 Männer, die erst im Lager den Glauben angenommen hatten. (Zeiger: Zeugen Jehovas Sachsenhausen, S. 90; Garbe: Zwischen Widerstand, S. 472; Slupina/Berezhko: Die Diktaturerfahrung in der Ukraine, S. 557.)

1940 komponierte Erich Frost im KZ Sachsenhausen das religiöse Marschlied „Vorwärts, ihr Zeugen“. Der Text des Liedes wurde in einem Kaninchenstall versteckt und schließlich aus dem Lager geschmuggelt und an das Zweigbüro der Religionsgemeinschaft in der Schweiz gesandt. (Zeiger: Zeugen Jehovas Sachsenhausen, S. 90 f.)

KZ-Lied-Sachsenhausen(Frost)

„Vorwärts, ihr Zeugen“ von Erich Frost, hier in einer Choraufnahme (JZArchZE).

Am 1. November 1944 wurde Jonathan Stark im KZ Sachsenhausen ohne Prozess hingerichtet. Der damals 18jährige Zeuge Jehovas war wegen Dienst- und Eidesverweigerung in Schutzhaft genommen worden. Die SS bestellte seine Mutter nach Sachsenhausen, die ihn umstimmen sollte. Jonathan Stark reagierte darauf mit den Worten: „Mutter, warum bist du gekommen? Versuche es nicht. Ich werde für das Reich Jesu sterben.“ Nach einem Augenzeugenbericht sagte der als „kleiner Junge“ bezeichnete Jonathan, als der Henker zögerte, ihm die Schlinge um den Hals zu legen: „Warum zögert ihr? Für Jehova und Gideon steht ein.” Das Bibelzitat waren seine letzten Worte. (Lechner/Sautter: Jonathan Stark; Engels: wir wollten das andere, S. 66.)

Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus

Gedenkzeichen

Als Walter Ulbricht am 24. April 1961 die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen einweihte, erwähnte er die Opfergruppen der Juden und der Zeugen Jehovas mit keinem Wort. Bei Letzteren war dies nicht verwunderlich, waren doch aus den Reihen der ehemaligen Sachsenhausen-Häftlinge über 70 Zeugen Jehovas in der DDR erneut inhaftiert, wobei einige in den DDR-Zuchthäusern den Tod fanden. Erst mit der Einrichtung der neuen Gedenkstätte und des Museum Sachsenhausen 1993 wurde auch an die Bibelforscherhäftlinge erinnert. (Bersch: Aberkannt, S. 42.)

Eine Mauer mit Durchgängen, davor zwei Personen. Auf der Mauer steht: "Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen".
Eingangsbereich der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, 2024 (Privatarchiv Falk Bersch; Fotograf: Falk Bersch).

Die Gedenkstätte Sachsenhausen erinnert in der Dauerausstellung des Museums Sachsenhausen u. a. mit folgenden Exponaten und Texten an die Häftlingsgruppe der Zeugen Jehovas:

  • Im Erdgeschoss der ehemaligen Häftlingsküche befindet sich der Lila Winkel mit der Häftlingsnummer 39.796 des Zeugen Jehovas Emil Hartmann.

  • Im Keller der ehemaligen Häftlingsküche, in der bei Bauarbeiten Urnenreste mit menschlicher Asche gefunden wurden, wird die Lebensgeschichte von Robert Ziebold erzählt, der 1940 auf persönlichen Befehl Himmlers erschossen wurde. Der Urnendeckel mit seinem Namen befand sich unter den Fundstücken.

  • In der ehemaligen Krankenbaracke findet sich eine Dokumentation mit Fotos, Briefen, Dokumenten und Bibelsprüchen über Karl Kusserow, der kurz nach der Befreiung im Alter von 28 Jahren an den Folgen der KZ-Haft verstarb sowie eine Dokumentation über Ernst Seliger, die u. a. eine Ausgabe des Neuen Testaments, welche er während seiner Haftzeit im KZ versteckt hielt, enthält.

  • In der ehemaligen Häftlingsbaracke 39 wird mittels einer Audio-Station das Leben von Gustav Bürchner in Sachsenhausen im Jahr 1939 erzählt.

  • An der Lagermauer nahe der „Station Z“ befindet sich eine umfangreiche Open-Air-Dokumentation zu August Dickmann, die auch den Vordruck einer „Verpflichtungserklärung“, mittels der Zeugen Jehovas ihrem Glauben abschwören sollten, enthält.

Der Zeuge Jehovas Johannes Steyer malte nach seiner Befreiung einen Zyklus aus 35 Aquarellen, der seine Verfolgung im Nationalsozialismus thematisiert und die Teil einer Wanderausstellung sind. Zwei Aquarelle enthalten Szenen aus dem KZ Sachsenhausen. (Wrobel: Buchenwald-Zyklus.)

Am 18. September 1999 kam es an der Außenmauer des ehemaligen Konzentrationslagers zur Installation einer Gedenktafel zu Ehren „der über 890 Zeugen Jehovas“, die dort eingesperrt waren. Außerdem wurde an diesem Tag ein Gedenkstein zu Ehren des hingerichteten Kriegsdienstverweigerers August Dickmann enthüllt.

Gedenktafel mit der Aufschrift "In Erinnerung an die über 890 Zeugen Jehovas (Bibelforscher), die in Sachsenhausen für ihren christlichen Glauben litten - Die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen" sowie einer englischen Übersetzung, 1999.
Gedenktafel auf dem Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen, 1999 (JZArchZE).
Eine Gedenktafel zur Erinnerung an August Dickmann auf einem Findling auf dem Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen, 1999. Die Tafel enthält den Text: "Wir erinnern an August Dickmann (geb. 1910), den die SS am 15. September 1939 als Wehrdienstverweigerer öffentlich erschießen ließ. Die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen".
Gedenktafel zur Erinnerung an August Dickmann auf dem Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen, 2024 (Privatarchiv Falk Bersch, Fotograf: Falk Bersch).

In größeren zeitlichen Abständen wird in der Gedenkstätte Sachsenhausen durch Gedenkveranstaltungen an die Hinrichtung von August Dickmann erinnert, so am 16. September 2014 und am 25. September 2024.

Vom 15. September bis zum 15. Dezember 2024 wurde im Gebäude der ehemaligen Häftlingswäscherei die Ausstellung „Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime“ gezeigt.

Einige Leute betrachten Tafeln der Ausstellung "Standhaft trotz Verfolgung".
Die Wanderausstellung „Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime“ in der Gedenkstätte Sachsenhausen, hier zur Eröffnungsveranstaltung am 15. September 2024 (Privatarchiv Falk Bersch, Fotograf: Falk Bersch).

Externe Medien

Provider-Informationen

Nachstehend finden Sie Informationen zum Anbieter und Dienst, dessen Inhalte blockiert sind, bis Sie ein Video laden oder YouTube dauerhaft erlauben.

Provider

Provider-Name
Google Ireland Limited
Beschreibung
Google Ireland Limited ist Anbieter von Google-Diensten in der EU. Über YouTube werden externe Videoinhalte bereitgestellt.
Adresse
Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland

Service

Name
YouTube
Beschreibung
YouTube ist eine Videoplattform. Wenn Sie ein Video laden oder YouTube dauerhaft erlauben, werden Inhalte von YouTube angezeigt und Daten an Google/YouTube übertragen.
Cookie(s)
Google/YouTube kann Cookies und vergleichbare Technologien einsetzen, unter anderem für Wiedergabe, Sicherheit, Analyse, Personalisierung und Werbung. Die konkrete Speicherdauer und die aktuellen Cookie-Details nennt Google in den Cookie-Informationen.
Weitere Informationen stehen in unserer Datenschutzerklärung. Eine dauerhafte Freigabe können Sie jederzeit über „Cookie-Einstellungen“ im Footer widerrufen.