Inge Zehender
- Vorname(n)
- Inge
- Nachname
- Zehender
- Geburtsdatum
- 1932
- Geburtsort
- Mundelsheim, Deutschland
- Todesdatum
- 23. November 2021
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Ernst Wilhelm Zehender (Vater)
- Frederike Zehender (Mutter)
- Rolf Zehender (Bruder)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Inge Zehender verweigerte zusammen mit ihrem Bruder Rolf 1939 in der Volksschule Gemmrigheim den Hitlergruß. Daraufhin musste sich ihre Mutter Frederike Zehender in der Schule rechtfertigen. Der Fall kam vor das Amtsgericht Besigheim, wo am 5. Februar 1940 ihr die „bekannten bibelforscherischen Redensarten“ wie „Das Heil kommt nur von Gott“ und „Gottes Gebot steht höher als Menschengebot“ angelastet und die vorläufige Sorgerechtsentziehung angeordnet wurden.
Ihr Vater Ernst Wilhelm Zehender wurde am 17. Januar 1942 wegen seiner Kriegsdienstverweigerung hingerichtet. Inge wurde zu verschiedenen regimetreuen Pflegeeltern geschickt, erst in den Schwarzwald, dann in die Schwäbische Alb. Sie durfte ihre Mutter, wie es hieß, „aus erzieherischen Gründen“ nicht besuchen. In den Familien musste sie hart arbeiten. Durch eine unzureichende Ernährung erkrankte sie. Die letzten Monate vor Kriegsende lebte sie bei Verwandten ihres Vaters.
(Garbe: Zwischen Widerstand, S. 215 f.; Privatarchiv Falk Bersch, Aufzeichnungen Inge J.)