Frederike Zehender
- Vorname(n)
- Frederike
- Nachname
- Zehender
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Ernst Wilhelm Zehender (Ehemann)
- Rolf Zehender (Sohn)
- Inge Zehender (Tochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Nachdem ihre Kinder 1939 in der Volksschule Gemmrigheim den Hitlergruß verweigert hatten, musste Frederike Zehender sich in der Schule rechtfertigen. Der Fall kam vor das Amtsgericht Besigheim, wo am 5. Februar 1940 ihr die „bekannten bibelforscherischen Redensarten“ wie „Das Heil kommt nur von Gott“ und „Gottes Gebot steht höher als Menschengebot“ angelastet und die vorläufige Sorgerechtsentziehung angeordnet wurden. Ihre Kinder kamen zu Pflegefamilien und durften sie, wie es hieß, „aus erzieherischen Gründen“ nicht besuchen.
Der Ehemann und Vater Ernst Wilhelm Zehender wurde am 17. Januar 1942 wegen seiner Kriegsdienstverweigerung hingerichtet.
(Garbe: Zwischen Widerstand, S. 215 f.; Privatarchiv Falk Bersch, Aufzeichnungen Inge J.)