Marie Herta Werner, geb. Siebeneichler
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- Vorname(n)
- Marie Herta
- Geburtsname
- Siebeneichler
- Nachname
- Werner
- Geburtsdatum
- 29. Januar 1914
- Geburtsort
- Leipzig, Deutschland
- Todesdatum
- 6. November 2003
- Todesort
- Leipzig, Deutschland
- Beruf
- Kontoristin, Stenotypistin
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Ab 1922 beschäftigte sich die Familie Siebeneichler mit der Lehre der Bibelforscher, 1924 Austritt aus der katholischen Kirche
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Karl Josef Siebeneichler (Vater)
- Marie Siebeneichler, geb. Heinrich (Mutter)
- Karl Walter Siebeneichler (Bruder)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Karl Josef Siebeneichler (Vater)
- Marie Siebeneichler, geb. Heinrich (Mutter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Maria Herta Siebeneichler wurde am 13. Dezember 1936 festgenommen. Sie wurde vom Sondergericht Freiberg unter Vorsitz von Ernst Friesicke im Rahmen eines Bibelforscher-Prozesses, bei dem ab Ende April 1935 insgesamt 186 Personen aus Leipzig und Umgebung angeklagt wurden, am 12. Juni 1937 zu fünf Monaten Haft verurteilt. Die Verhandlung fand im Landgerichtsgebäude Leipzig statt.
Der „Schutzhaftbefehl“ wurde am 19. Juni 1937 ausgestellt und die Zeugin Jehovas am 6. Juli 1937 in das KZ Moringen überstellt. Ihre Freilassung am 21. Dezember 1937 erfolgte nach erpresster Unterschrift unter einer „Verpflichtungserklärung“. Laut den Historikern Hans Hesse und Jürgen Harder war es „eine der ersten, die auf der Gefangenengruppe der Zeugen Jehovas ‚zugeschnitten‘ ist. Dennoch stellt sie noch nicht die später bekanntwerdenden Abschwörungsformeln dar".
Nach der Freilassung weigerte sich Marie Herta Siebeneichler - auch mit Verweis auf die KZ-Haft des Bruders und der Eltern - das Haus mit Hakenkreuzfahnen zu schmücken.
(Hesse/Harder: und wenn ich lebenslang, S. 59–60)
Gedenkzeichen
In einer multimedialen Installation in der Eingangshalle des ehemaligen Konzentrationslagers Moringen wird in einer Filmsequenz Marie Herta Siebeneichler zitiert.
In Leipzig wurden am 28. Juni 2023 vor dem Haus in der Trötzschelstraße 2 vier Stolpersteine in Erinnerung an die Familie Siebeneichler verlegt. (Leipziger Volkszeitung, 29.6.2023, S. 13.)