Berlin-Mitte, S-Bahnhof Bellevue
Adresse
Stadtbahnbogen beim S-Bahnhof Bellevue in Berlin-Mitte
Berlin, Lüneburger Straße/Stadtbahnbogen, Deutschland
Die genaue Lage des Lagerraumes ist heute nicht bekannt.
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Schon wenige Wochen nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten begann Fritz Winkler sich in der Untergrundorganisation von Jehovas Zeugen zu engagieren. Er mietete im März 1933 einen als Firmenlagerraum getarnten Schuppen in der Lüneburger Straße (Stadtbahnbogen, S-Bahn Bellevue), wo schon kurz darauf sieben Waggons Bücher aus dem Bibelhaus Magdeburg untergestellt wurden. Von diesem Lagerraum wussten außer Fritz Winkler nur noch Franz Kassing und Otto Kours, die beide je einen Schlüssel dazu hatten. Nach der Verhaftung der drei Aktivisten im August 1936 prügelte die Gestapo aus Franz Kassing geradezu buchstäblich heraus, dass ein bei ihm gefundener Schlüssel zu dem polizeilich noch unbekannten Bücherlager unter der S-Bahn gehörte. (Nerlich: Die Goldfischteich-Aktivisten, S. 321, 350.)