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Dresden, Schäferstraße 16

Adresse

Wohnort von Walter und Helene Hempel
Dresden, Schäferstraße 16, Deutschland

Die im Krieg zerstörten Gebäude der Dresdner Schäferstraße 2 bis 36 wurden nicht wieder aufgebaut. Heute befindet sich dort eine Grünanlage.

Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus

Die Wohnung in der Schäferstraße 16 diente Walter und Helene Hempel sowohl als Quartier als auch als Ort für Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas. Auch eine Taufe fand in der Wohnung statt. Die Hempels reisten als geheime Kuriere in das Sudetenland und transportieren verbotene Literatur, Spendengelder und Abschiedsbriefe von zum Tode verurteilten Zeugen Jehovas. (BA R3017/32213 Bd. 7 Person 71; R 3017/32303; R 3018/1748; R 3018/9473; R 3018/11359.)

Gedenkzeichen

Am 6. Mai 2025 wurden in Dresden auf der Grünfläche gegenüber der Schäferstraße 17 zwei Stolpersteine für die Zeugen Jehovas Walter und Helene Hempel verlegt. Rund 80 Personen, darunter die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch, sowie Nachkommen des Ehepaars Hempel aus der vierten und fünften Generation waren anwesend. T. Martin Krüger berichtete über die Verfolgungsgeschichte des Ehepaars. Zwei Musiker spielten das Lied „Vorwärts, ihr Zeugen!“, welches Erich Frost im Konzentrationslager Sachsenhausen komponiert hatte.

Am gleichen Tag wurden in der Freiberger Straße 6 Stolpersteine für Hildegardt Schäfer, die Tochter von Walter und Helene Hempel, sowie für ihren ersten Ehemann Fritz Weigoldt und den gemeinsamen Sohn Hans Weigoldt verlegt.

Ein in roter Signalfarbe gekleideter Mitarbeiter der Stadt fügt Sand in die Fugen zwischen den Stolpersteinen ein.
Am 6. Mai 2025 verlegten Mitarbeiter des Tiefbauamts der Stadt Dresden Stolpersteine für Walter und Helene Hempel (Privatarchiv T. Martin Krüger; Fotografin: Nadine Richter).
Ein Stolperstein mit der Inschrift: "Hier wohnte Walter Hempel, Jahrgang 1895, Zeuge Jehovas, seit 1934 mehrmals verhaftet, zuletzt 16.11.1943, Todesurteil 13.12.1944 Volksgerichtshof, KZ Dachau befreit". Daneben liegt der Stolperstein für seine Ehefrau mit der Inschrift: "Hier wohnte Helene Hempel, geborene Ganenz, Jahrgang 1893, Zeugin Jehovas, seit 1936 mehrmals verhaftet, zuletzt 16.11.1943, München-Stadelheim, entlassen 26.4.1945".
Die Stolpersteine für Walter und Helene Hempel in der Schäferstraße 16 in Dresden am Tag der Verlegung, dem 6. Mai 2025 (Privatarchiv T. Martin Krüger; Fotograf: Fabian Weigoldt).
Eine Menschenmenge in einer Grünanlage. Links sind Wohnhäuser zu sehen.
Rund 80 Personen verfolgten die Gedenkfeier anlässlich der Stolperstein-Verlegung für Walter und Helene Hempel am 6. Mai 2025 in Dresden (Privatarchiv T. Martin Krüger; Fotografin: Nadine Richter).

Externe Medien

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