Düsseldorf, Polizeipräsidium Fürstenwall
Adresse
Polizeipräsidium Düsseldorf am Fürstenwall
Düsseldorf, Jürgensplatz 5–7 (früher Mackensenplatz), Deutschland
Informationen zum Ort
Das Polizeipräsidium Düsseldorf befand sich seit 1926 im Alten Stadthaus in der Mühlenstraße 29–31 und unterstand direkt dem Preußischen Innenministerium. Aus Teilen der Abteilung IA, der Politischen Polizei, ging 1933 die Gestapo hervor, die dem Geheimen Staatspolizeiamt (Gestapa) Berlin unterstellt war. Als das Polizeipräsidium Düsseldorf 1934 einen Neubau am Mackensenplatz bezog, sollte auf Weisung des Regierungspräsidenten die Gestapo strukturell und räumlich ausgegliedert werden. Die Gestapostelle Düsseldorf verlegte deshalb ihren Verwaltungssitz mit Büros zunächst in Räume des Regierungspräsidiums am Ufer der alten Garde 2 (bis 1936 und ab 1945 Cecilienallee 2).
Der Gebäudekomplex des neuen Polizeipräsidiums am Mackensenplatz zog sich entlang der Fürstenwallstraße, weshalb die Einrichtung im Volksmund auch Polizeipräsidium am Fürstenwall genannt wurde. Sie diente als Sitz der Schutz-, Kriminal- und Verwaltungspolizei. Beide Institutionen – Polizeipräsidium und Gestapostelle Düsseldorf – arbeiteten vor allem in den frühen Jahren des Regimes vor Kriegsbeginn eng zusammen. Im Kellergeschoss des Polizeipräsidiums befanden sich Haftzellen und Verhörräume, die auch die Gestapo für Verhöre, Kurzzeitinhaftierungen oder die Isolierung politischer Gefangener nutzte. An beiden Dienstsitzen des Polizeipräsidiums – in der Mühlenstraße und am Mackensenplatz/Fürstenwall – waren nachweislich Zeugen Jehovas inhaftiert.
Heute werden die Gebäude nur noch für einzelne Abteilungen des Landeskriminalamtes NRW oder einzelne Verwaltungsbereiche des Polizeipräsidiums genutzt. Der Hauptsitz des Präsidiums befindet sich in der Derendorfer Allee 4.