Adolf Zanker
- Vorname(n)
- Adolf
- Nachname
- Zanker
- Geburtsdatum
- 13. Februar 1910
- Geburtsort
- Gruibingen, Deutschland
- Todesdatum
- 7. Januar 1944
- Verfolgungsbedingte Todesart
- Nach Kriegsdienstverweigerung enthauptet
- Beruf
- Landwirt
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Georg Halder (Onkel)
- Anna Zanker, geb. Zimmermann (Ehefrau)
- Helmut Zanker (Sohn)
- Berta Zanker (Tochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Im Wohnhaus der Familie Zanker in Gruibingen fanden nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten weiter Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas statt. Adolf Zanker beteiligte sich auch am Schmuggel von biblischer Literatur aus der Schweiz. In seiner Scheune fanden die Alliierten nach Kriegsende ein großes Lager verbotener Schriften.
Im November 1940 nahm Familie Zanker die Glaubensschwester Monika Speckmaier und ihre drei Kinder auf ihrem Hof auf. Der Familienvater Karl Speckmaier war Ende 1939 wegen Kriegsdienstverweigerung enthauptet worden.
Am 10. September 1943 erfolgte Adolf Zankers Einberufung zum Wehrdienst nach Mühlhausen/Elsass. Dort erklärte er einen Tag später seine Wehrdienstverweigerung und wurde inhaftiert. Er kam am 15. Oktober zur Untersuchungshaft in das Wehrmachtgefängnis Torgau (Fort Zinna), wo er seiner religiösen Überzeugung treu blieb. Das Reichskriegsgericht in Torgau verurteilte ihn am 2. Dezember 1943 zum Tode. Das Urteil wurde im Zuchthaus Halle/Saale am 7. Januar 1944 vollstreckt.
(Buchholz: Deine Tränen; Herrberger: Denn es steht, S. 77, 179, 418; Müller: Sie hielt am Glauben fest.)