Jutta Abt
- Vorname(n)
- Jutta
- Nachname
- Abt
- Geburtsdatum
- 24. September 1939
- Geburtsort
- Freie Stadt Danzig (heute Gdańsk/Polen)
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Kontakt mit Jehovas Zeugen seit frühester Kindheit durch das Elternhaus
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Harald Abt (Vater)
- Elsa Abt, geb. Kraemer (Mutter)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Harald Abt (Vater)
- Elsa Abt, geb. Kraemer (Mutter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Als Jutta Abt im Alter von zehn Monaten war, wurde ihr Vater verhaftet und in das KZ Sachsenhausen deportiert. Ihre Mutter blieb zu dieser Zeit noch von einer Verhaftung verschont. Am 7. Mai 1942 durchsuchte die Gestapo die Wohnung der Familie und befahl Elsa Abt mitzukommen. Nach den Erinnerungen der Familie zog die noch nicht dreijährige Jutta den Beamten am Hosenbein und sagte: „Lass doch bitte meine Mutti hier!“, worauf dieser erwiderte: „Bringen Sie dieses Kind weg! Nehmen Sie auch ihr Bett und ihre Kleider!“. Jutta blieb in der Obhut von Zeugen Jehovas, die im gleichen Haus wohnten. Ihre Mutter wurde noch im gleichen Jahr nach Auschwitz gebracht. Beide Elternteile überlebten die Konzentrationslager. Bei ihrer Rückkehr nach Lodz im Jahr 1945 fanden sie an ihrer Wohnungstür ein Schild mit der Aufschrift: „Hier wohnt Jutta Abt. Ihre Eltern sind im Konzentrationslager.“ (Hermann: Hinter Stacheldraht, S. 179; Wontor-Cichy: Für den Glauben in Haft, S. 158; Matelska: Die Verfolgung in Polen, S. 508; Abt: Zusammen, S. 12, 15.)