Hugo Herminghaus
- Vorname(n)
- Hugo
- Nachname
- Herminghaus
- Geburtsdatum
- 30. Oktober 1881
- Geburtsort
- Dahlerau (früher Lüttringhausen, Stadtteil von Radevormwald), Deutschland
- Todesdatum
- 24. April 1959
- Todesort
- Radevormwald-Bergerhof, Deutschland
- Beruf
- Fabrikarbeiter
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Selma Elfriede Herminghaus, geb. Klüting (Ehefrau)
- Karl Klüting (Schwager)
- Theresie Klüting, geb. Heide (Schwägerin)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Ab dem 27. November 1934 hatte die Gestapo die Post der Familie Herminghaus und weiterer ihrer Glaubensgeschwistern in Radevormwald überwacht. Als am 3. März 1935 einige Zeugen Jehovas Bibeln im Stadtteil Honsberg verbreiteten, wurden sie denunziert und auch Hugo Herminghaus zur Anzeige gebracht. Es kam zu einem Strafverfahren wegen des Verkaufs von Bibeln ohne Gewerbelizenz, das am 16. März nach Intervention der Rechtsabteilung von Jehovas Zeugen in Magdeburg eingestellt wurde.
Am 27. September 1935 wurden Hugo Herminghaus und weitere acht seiner Glaubensgeschwister in Radevormwald auf der Polizeiwache verhört und im Polizeigefängnis inhaftiert. Nach einer Vorführung vor dem Amtsgericht Remscheid am 2. Oktober 1935 wurden die Inhaftierten bis zum Prozessbeginn freigelassen.
Am 22. November 1935 fand in Remscheid dann der Prozess gegen zwölf beschuldigte Zeugen Jehovas aus Radevormwald statt. Alle Angeklagten wurden der „Fortführung der verbotenen Organisation der Ernsten Bibelforscher“ schuldig gesprochen und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie hatten christliche Zusammenkünfte und das Abendmahl besucht.
Hugo Herminghaus wurde zu drei Monaten Haft verurteilt, die er vom 27. Dezember 1935 bis 27. März 1936 in Wuppertal-Barmen verbüßte.
(Krüger: Eine Bibel, S. 18 f.)