Hans Jürs
- Vorname(n)
- Hans
- Nachname
- Jürs
- Geburtsdatum
- 25. Oktober 1894
- Geburtsort
- Ratzeburg, Deutschland
- Todesdatum
- 14. April 1940
- Todesort
- Sachsenhausen, Konzentrationslager
- Verfolgungsbedingte Todesart
- Im Konzentrationslager ums Leben gekommen
- Beruf
- Schlosser
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Hans Jürs wurde 1935 das erste Mal wegen verbotener Aktivitäten für die IBV zu drei Monaten Haft verurteilt. 1937 verhaftete ihn die Gestapo erneut. Am 25. Februar 1938 verurteilte ihn das Schleswig-Holsteinische Sondergericht Kiel in Lübeck zu zwei Jahren Gefängnis. Die Hauptgründe für seine Haftstrafe waren wiederum seine Aktivitäten bei der IBV. Ferner wurde ihm die Beteiligung an Flugblattaktionen im Dezember 1936 und im Frühjahr 1937 zur Last gelegt. Als besonders erschwerend erachtete das Gericht seine ablehnende Haltung zum Militärdienst:
,,Jürs hat mit aller Energie, die ihm zu Gebote stand, sich trotzdem für die Fortsetzung der IBV eingesetzt. Er ist ein ganz fanatischer Bibelforscher, der insbesondere auch gefährlich ist, weil er die Verweigerung des Militärdienstes propagiert.“
Nach Ablauf der Strafe wurde Hans Jürs in „Schutzhaft“ genommen und am 18. November 1939 in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert und mit der Häftlingsnummer 3.887 dem Block 10 zugewiesen. Am 14. April 1940 wurde sein Tod im Konzentrationslager gemeldet.
Gedenkzeichen
Am 25. April 2009 wurde in Lübeck, Weiter Lohberg 18, ein Stolperstein für Hans Jürs verlegt. (Lübecker Nachrichten, Hansestadt Lübeck, 26.4.2009, S. 16.)