Linda Matz, geb. Klink
- Vorname(n)
- Linda
- Geburtsname
- Klink
- Nachname
- Matz
- Geburtsdatum
- 16. August 1894
- Beruf
- Landwirtin
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Die Landwirtin Linda Matz war verheiratet und hatte zwei Kinder. Nach einem Verrat durch einen angeblichen Glaubensbruder erfolgte im Mai und Juni 1942 in Lodz und Umgebung eine Verhaftungswelle, der 14 Zeuginnen und mindestens fünf Zeugen Jehovas zum Opfer fielen. Am 7. Mai 1942 wurde auch Linda Matz verhaftet und in das Frauen-Polizeigefängnis Lodz eingeliefert. Am 12. November 1942 kam sie mit zwölf weiteren Zeuginnen Jehovas in das Konzentrationslager Auschwitz, wo sie die Häftlingsnummer 24.416 erhielt.
Als sich die Rote Armee Auschwitz näherte, wurden bis zum 18. Januar 1945 die meisten Häftlinge evakuiert. Linda Matz wurde von den anderen Zeuginnen Jehovas getrennt und gelangte am 4. Februar 1945 in das KZ Dachau, wo sie die Häftlingsnummer 140.535 trug und als Kalfaktor arbeiten musste. Später kam sie in das dem KZ Dachau unterstehende KZ-Außenlager Agfa Kamerawerke in München-Giesing. Dort befanden sich 550 weibliche Häftlinge, die in dem zur I.G. Farben gehörenden Agfa Camerawerk Zwangsarbeit verrichten mussten. Nach der Befreiung aus dem KZ befand sich Linda Matz noch bis Anfang Oktober 1945 in München-Großhadern, bevor sie sich in Rosenheim niederließ.
(Abt: Zusammen; Wontor-Cichy: Für den Glauben in Haft, S. 59, 66; Hermann: Hinter Stacheldraht, S. 178.)