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Hermine König, geb. Müller

Vorname(n)
Hermine
Geburtsname
Müller
Nachname
König
Geburtsdatum
16. April 1893
Geburtsort
Unteröwisheim (heute Stadtteil von Kraichtal), Deutschland
Todesdatum
27. März 1942
Verfolgungsbedingte Todesart
Im Konzentrationslager ums Leben gekommen
Beruf
Vertreterin

Biographische Orte

Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.

Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Hermine König lebte bis zu ihrem Umzug nach Baden-Baden 1935 in Bretten und in ihrer dortigen Wohnung fanden die wöchentlichen Gottesdienste der Zeugen Jehovas statt.

Sie wurde am 10. August 1935 vom Amtsgericht Mannheim zu sechs Wochen Haft verurteilt, weil sie während ihrer beruflichen Tätigkeit als Vertreterin einer Korsettfabrik für ihre religiösen Überzeugungen geworben hatte und vermutlich denunziert wurde.

Anfang Juli 1937 weigerte sie sich mehrfach an Luftschutzübungen teilzunehmen und kam daraufhin in ein Gefängnis in Karlsruhe. Nach einer zehntägigen Haftstrafe wurde Hermine König am 18. Juli 1937 in das Frauen-KZ Moringen überstellt. Das Sondergericht Mannheim verurteilte sie am 21. Januar 1938 zu 14 Monaten Gefängnishaft. Die Anklage bezog sich darauf, dass sie die Verteilung von Schriften organisiert und ihre Wohnung für Taufen und Gottesdienste zur Verfügung gestellt habe.

Nach einer zwischenzeitlichen Entlassung aus der Frauenhaftanstalt Gotteszell wegen einer schweren Erkrankung verstarb Hermine König kurze Zeit später am 27. März 1942 im KZ Ravensbrück. Von einer Mitgefangenen wurde sie als die „aktivste Zeugin Jehovas im FKL Ravensbrück“ bezeichnet.

(Hesse: Das Frauen-KZ Moringen, S.122–125; Metzinger: König, Hermine.)

Gedenkzeichen

In der Ausstellung im ehemaligen Konzentrationslager Moringen wird Hermine König in einer eigenen Biografie-Schublade vorgestellt.

Am 8. November 2013 wurde für Hermine König vor ihrem Wohnort Laubstraße 7 in Baden-Baden ein Stolperstein verlegt. (Metzinger: König, Hermine.)

Externe Medien

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