Josef Friedrich
- Vorname(n)
- Josef
- Nachname
- Friedrich
- Geburtsdatum
- 28. Juni 1898
- Geburtsort
- Freikufen bei Lodz, Polen (der Ort konnte nicht ausgemacht werden)
- Beruf
- Schlosser, Elektriker
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Martha Friedrich, geb. Jakobsen (Ehefrau)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Josef Friedrich lebte und arbeitete mit seiner Frau im polnischen Zweigbüro der Zeugen Jehovas in Lodz. Seine erste kurzzeitige Verhaftung durch die Nationalsozialisten soll bei einem Aufenthalt in Gablonz an der Neiße (heute Jablonec nad Nisou, Tschechien) erfolgt sein. 1942 fiel Josef Friedrich einer Verhaftungswelle von Zeugen Jehovas in Lodz und Umgebung zum Opfer und wurde mit seinen Glaubensbrüdern im Polizeigefängnis Litzmannstadt inhaftiert.
Am 12. November 1942 wurden aus den Lodzer Haftanstalten 71 Männer und 24 Frauen auf einem gemeinsamen Transport in das KZ Auschwitz deportiert. Darunter befanden sich fünf Zeugen und 13 Zeuginnen Jehovas, so auch Josef und Martha Friedrich. Josef Friedrich erhielt in Auschwitz die Häftlingsnummer 74.482.
Als sich die Rote Armee Auschwitz näherte, wurden bis zum 18. Januar 1945 die meisten Häftlinge evakuiert. Josef Friedrich kam zunächst in das KZ Mauthausen und wurde am 24. Februar 1945 in das KZ Gusen überstellt. Dort erhielt er die Häftlingsnummer 4.483.
Josef und Martha Friedrich überlebten die NS-Haft.
(Wontor-Cichy: Für den Glauben in Haft, S. 90, 152.)