Anni Krüger, geb. Knie
- Vorname(n)
- Anni
- Geburtsname
- Knie
- Nachname
- Krüger
- Geburtsdatum
- 11. Oktober 1922
- Geburtsort
- Leopoldshagen
- Todesdatum
- 28. August 1954
- Todesort
- Krankenhaus Ueckermünde
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Ließ sich 1946 als Zeugin Jehovas taufen
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Johann Knie (Vater)
- Martha Knie, geb. Hagemeister (Mutter)
- Gerhard Krüger (Ehemann)
- Wilhelm Knie (Bruder)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Martha Knie, geb. Hagemeister (Mutter)
- Gerhard Krüger (Ehemann)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Am 19. April 1937 verurteilte das Stettiner Sondergericht die Eltern von Anni Knie zu Gefängnisstrafen von zwei bzw. sechs Monaten. Im Gegensatz zu ihrer Mutter Martha Knie verpflichtete sich ihr Vater Johann Knie zum Zeitpunkt der Haftentlassung auf Druck der Gestapo seinen Glauben aufzugeben. Nach der erneuten Verhaftung von Martha Knie und ihrer Einlieferung in ein Konzentrationslager ließ sich Johann Knie von ihr scheiden. Der Ehefrau wurde die Schuld am Scheitern der Ehe zugeschrieben und die beiden Kinder Johann Knie zugesprochen. Anni und ihr Bruder blieben aber offenbar in Leopoldshagen bei ihren Großeltern wohnen. (Dirksen: Martha Knie, S. 63, 66.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Nach der Rückkehr ihrer Mutter aus dem KZ entstand in Leopoldshagen eine kleine Gemeinde der Zeugen Jehovas, der sich Anni Knie anschloss. Sie verliebte sich in Gerhard Krüger, der mit seinen Eltern aus Stettin gekommen war. Am 30. August wurden sowohl Martha Knie als auch Gerhard Krüger von der Staatssicherheit verhaftet. Martha Knie wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, sie verstarb im Gefängnis. Anni Knie hatte sich immer wieder vergeblich um eine medizinische Versorgung ihrer Mutter in der Haft bemüht. Gerhard Krüger hatte aufgrund seiner Jugend nur eine dreijährige Zuchthausstrafe bekommen. Nach seiner Haftentlassung heiratete das Paar. Anni Knie verstarb bereits sieben Monate nach der Hochzeit im Kindbett und mit ihr das ungeborene Kind. (Dirksen: Martha Knie, S. 70–74.)