Johann Knie
- Vorname(n)
- Johann
- Nachname
- Knie
- Geburtsdatum
- 5. Januar 1899
- Geburtsort
- Leopoldshagen, Deutschland
- Todesdatum
- 25. September 1981
- Todesort
- Bremervörde
- Beruf
- Drainage-Vorarbeiter
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Schloss sich 1932 den Zeugen Jehovas an
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Martha Knie, geb. Hagemeister (Ehefrau)
- Wilhelm Knie (Sohn)
- Anni Krüger, geb. Knie (Tochter)
- Gerhard Krüger (Schwiegersohn)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Martha Knie, geb. Hagemeister (geschiedene Ehefrau)
- Anni Krüger, geb. Knie (Tochter)
- Gerhard Krüger (Schwiegersohn)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Johann Knie wurde gemeinsam mit seiner Frau im September 1936 von der Gestapo festgenommen. Er kam in Untersuchungshaft bis beim Landgericht Stettin angesiedelten zuständigen Sondergericht Anklage erhoben wurde. Am 19. April 1937 verurteilte das Sondergericht Johann Knie zu einer zweimonatigen Haftstrafe. Zum Zeitpunkt seiner Entlassung wurde er zur Staatspolizeileitstelle Stettin gebracht und gedrängt eine Verpflichtungserklärung zu unterschreiben, sich nicht mehr als Zeuge Jehovas zu betätigen und seinem Glauben abzuschwören. Johann Knie hielt dem Druck nicht stand und unterschrieb.
Martha Knie wurde 1937 erneut verhaftet und kam in verschiedene Konzentrationslager. Die Gestapo setzte Johann Knie unter Druck seine Frau von ihrem Glauben abzubringen oder sich von ihr scheiden zu lassen. Die Ehe wurde am 15. März 1939 geschieden. Martha Knie befand sich zu dieser Zeit im Konzentrationslager Lichtenburg und ihr wurde die Schuld am Scheitern der Ehe zugeschrieben. Die beiden Kinder wurden Johann Knie zugesprochen. Zum Kriegsbeginn folgte Johann Knie der Einberufung zur Kriegsmarine.
(Dirksen: Martha Knie, S. 63–66.)