Gisela Tiesel
- Vorname(n)
- Gisela
- Nachname
- Tiesel
- Geburtsdatum
- 14. August 1928
- Geburtsort
- Schwerin, Deutschland
- Todesdatum
- 29. November 1999
- Todesort
- Berlin, Deutschland
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- August Tiesel (Vater)
- Emma Tiesel, geb. Meier (Mutter)
- Erna Pien, geb. Meier (Tante)
- Gustav Tiesel (Bruder)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- August Tiesel (Vater)
- Emma Tiesel, geb. Meier (Mutter)
- Erna Pien, geb. Meier (Tante)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
In der Wohnung der Familie Tiesel fanden in der Zeit des Nationalsozialismus sowohl geheime Zusammenkünfte als auch Hausdurchsuchungen statt. Bei einer Hausdurchsuchung versteckte Emma Tiesel Literatur der Religionsgemeinschaft in Giselas Schulranzen und schickte ihre Tochter damit an den Beamten vorbei aus dem Haus. Emma Tiesel wurde 1937 zu einer neunmonatigen Haftstrafe verurteilt. (Wilhus/Dunken/Palm: Stolperstein Emma Tiesel.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Im September 1950 bekam Emma Tiesel eine private Warnung vor einer bevorstehenden erneuten Verhaftung. Sie handelte sofort und verließ nur mit ihrer Tochter Gisela und einer Handtasche die Wohnung. 30 Minuten später wurde die Wohnung von der Staatssicherheit aufgebrochen und besetzt, um die Bewohner bei der Rückkehr zu verhaften. August Tiesel versteckte sich noch einige Tage in Schwerin, in der Hoffnung, irgendetwas vom Besitz der Familie retten zu können. Vergeblich, er folgte nur mit den Sachen, die er seit Tagen am Körper trug, nach West-Berlin. Dort als Flüchtlinge angekommen, musste sich die Familie ein neues Leben aufbauen. (Wilhus/Dunken/Palm: Stolperstein Emma Tiesel.)