Elisabeth Waller
- Vorname(n)
- Elisabeth
- Nachname
- Waller
- Geburtsdatum
- um 1919
- Todesdatum
- Dezember 1961
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Wolfgang Waller (Vater)
- Maria Waller, geb. Eder (Mutter)
- Maria Waller, geb. Niedermair (Großmutter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Elisabeth Waller erkrankte früh an Epilepsie und benötigte aufgrund einer geistigen Behinderung besondere Pflege. Ihre Eltern wurden im September 1936 als Zeugen Jehovas verhaftet. Ihr Vater Wolfgang Waller kam im KZ Mauthausen ums Leben, ihre Mutter Maria Waller kam nach einer zweimonatigen Haftstrafe wieder frei. Wer sich während dieser Zeit um die 18-jährige Elisabeth kümmerte, ist nicht bekannt. Während der Kriegsjahre kämpfte Maria Waller mit einer geringen Rente ums Überleben für sich und ihre Tochter und konnte sie vor einer Einweisung in die Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll beschützen.
Nach 1945 bat Maria Waller höflich und unermüdlich über 13 Jahre lang um Renten- und Entschädigungszahlungen, um für ihr schwerkrankes „Mädl“ sorgen zu können – oft erfolglos: „Ich kann nicht mehr, es ist so zermürbend, wenn man nach all diesem Leid […] immer wieder betteln u[nd] bitten muß.“ (BayHStA, Akte LEA 38525.) Sie konnte ihre Tochter zuhause pflegen, bis diese im Dezember 1961 starb: „Ich danke täglich meinen Schöpfer daß er mir so viel Kraft u[nd] Gnade immer wieder schenkte, dieses alles zu ertragen.“ (BayHStA, Akte LEA 38525)
(Simon-Pelanda/Breedlove: Widerstand, S. 260, 264 ff., 271 ff., 281, 315–326; BayHStA, LEA 385252.)