Maria Waller, geb. Niedermair
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- Vorname(n)
- Maria
- Geburtsname
- Niedermair
- Nachname
- Waller
- Geburtsdatum
- 29. Juni 1881
- Geburtsort
- Wen, Deutschland
- Erstkontakt und/oder Taufe
- 1926/27 Taufe als Bibelforscherin
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Wolfgang Waller (Stiefsohn)
- Maria Waller, geb. Eder (Schwiegertochter)
- Elisabeth Waller (Stief-Enkeltochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Maria Waller hatte 1912 in Laaber Andreas Waller, den Vater von Wolfgang Waller, geheiratet und zog nach dessen Tod 1915 nach Regensburg. Als die Zeugen Jehovas verboten wurden, versteckte Maria Waller verbotene Literatur zur Bibel in ihrer Wohnung. Außerdem besuchte sie weiter regelmäßig konspirative Zusammenkünfte in der Wohnung von Katharina Knoll im Stahlzwingerweg 1 in Regensburg, die von dem Seelsorger Heinrich Lutterbach geleitet wurden.
Am 18. September 1936 wurde Maria Waller wegen „staatsabträglichem Verhalten“ in Regensburg in Polizeihaft genommen. Sie blieb vom 2. bis 18. Oktober in „Schutzhaft“. Das Schöffengericht beim Amtsgericht Regensburg verurteilte sie am 27. November 1936 im Sammelverfahren gegen zehn Zeugen Jehovas zu zwei Monaten Gefängnis, da sie „dieser Lehre auch nach der Auflösung die Treue“ gehalten habe. Die Strafe verbüßte sie im Gerichtsgefängnis Regensburg.
(StAAm, Akte JVA Regensburg Nr. 286, Haftbuch lfd. Nr. 484; Akte der Staatsanwaltschaft Regensburg Nr. 978; StAR, Meldekarte Maria Waller Standesamt Laaber; Heiratsurkunde.)