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Ludwig Stikel

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Vorname(n)
Ludwig
Nachname
Stikel
Geburtsdatum
7. August 1894
Geburtsort
Walddorf (Ortssteil von Altensteig), Deutschland
Todesdatum
2. Mai 1970
Todesort
Calw, Deutschland
Beruf
Finanzsekretär
Erstkontakt und/oder Taufe
Schloss sich 1914 den Bibelforschern an

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Ludwig Stikel war einer der ersten Bibelforscher in der Stadt und in seiner Wohnung fanden die ersten Zusammenkünfte in Pforzheim statt.

1934 wurde er durch den Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim aus seiner Stellung als Finanzsekretär entlassen, da er sich nicht an der Volksabstimmung und Reichstagswahl am 12. November 1933 beteiligt hatte. In Folge übernahm er Verantwortung für die Untergrundgruppen der Zeugen Jehovas im Württemberger Gebiet. Im August 1937 gelang es ihm, einen Kongress in Paris zu besuchen, wo er zu einer Besprechung mit Joseph Franklin Rutherford zusammentraf. Kurz nach seiner Rückkehr, am 4. September 1937, wurde er verhaftet.

Das Sondergericht Stuttgart verurteilte ihn am 26. März 1938 zu dreieinhalb Jahren Haft, die er bis zum 30. März 1941 in den Haftanstalten Freiburg, Bruchsal und Rottenburg verbüßte. Danach erfolgte seine „Inschutzhaftnahme“ und er kam in das KZ-Welzheim. Am 6. Juni 1941 wurde er nach Buchenwald deportiert. Dort erlebte er am 11. April 1945 die Befreiung.

Ludwig Stikel kümmert sich nach Kriegsende um die Reorganisation der Zeugen Jehovas in Pforzheim und nahm anschließend den Reisedienst für das Werk der Religionsgemeinschaft in Deutschland auf.

(Roser: Widerstand und Verweigerung, S. 59–61, 70; WTG: Jahrbuch 1974, S. 116; Besier: Jehovas Zeugen in Deutschland, S. 182, Nerlich: Die Goldfischteich-Aktivisten, S. 426, 454.)

Ein Mann mit Hut vor einem Fenster.
Ludwig Stikel, vermutlich vor seiner Verhaftung 1937 (UaP Joachim Jaschke).
Zwei Männer vor einem KZ-Wachtturm, der linke trägt eine Jacke mit Winkel und der Häftlingsnummer 3592.
Die Zeugen Jehovas Ludwig Stikel (links) und Alfred Stüber im KZ Buchenwald nach der Befreiung (JZArchZE).
Eine Identifikationskarte mit Passfoto in französischer Sprache.
Identifikationskarte von Ludwig Stikel vom 8. September 1947 (ITS Arolsen Archives, Sign. 0301010124138, DocID 69309947).

Externe Medien

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