Freiburg, Haftanstalt
Adresse
Haftanstalt Freiburg
Militärgefängnis der Wehrmacht Freiburg
Freiburg im Breisgau, Hermann-Herder-Straße 8, Deutschland
Informationen zum Ort
Am 1. Oktober 1878 öffnete das Großherzogliche Badische Landesgefängnis in Freiburg im Breisgau. Bis heute besteht das Gebäude aus fünf Flügeln, die alle strahlenförmig an einem zentralen Punkt zusammentreffen und wird daher umgangssprachlich „Cafe Fünfeck“ genannt. Die Gebäude sind von einer Ringmauer umgeben.
In der Zeit des Nationalsozialismus waren in Freiburg auch Gegner des Naziregimes untergebracht, darunter eine Anzahl Zeugen Jehovas. So verbüßte Oskar Denz hier von 1938 bis 1940 seine Haft, weil er verbotene Schriften der Zeugen Jehovas aus der Schweiz nach Lörrach geschmuggelt hatte. Ab 1940 diente ein Teil des Komplexes als Militärgefängnis der Wehrmacht, bis die Gebäude bei einem alliiertem Luftangriff am 27. November 1944 schwer beschädigt wurden.
Heute ist die Justizvollzugsanstalt Freiburg mit etwa 500 Gefangenen das größte Gefängnis in Baden-Württemberg.
(https://jva-freiburg.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Vollzugseinrichtung/Geschichte+und+Gebaeude [Aufruf am 6.1.2026].)
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Oskar Denz weigerte sich am Ende seiner Strafhaft in Freiburg eine Erklärung zu unterschreiben, mit der er seinen Glauben verleugnen sollte. Er wurde in „Schutzhaft“ genommen und am 11. Mai 1940 in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. (Denz Turpin: Geborgen.)