Berlin-Mitte, Polizeigefängnis Alexanderplatz
Adresse
Polizeigefängnis Alexanderplatz
Berlin, Grunerstraße 20 (früher Alexanderstraße 2, 10, 18), Deutschland
Heute befindet sich auf dem Areal an der Kreuzung Grunerstraße und Dircksenstraße das Einkaufszentrum Alexa.
Informationen zum Ort
1889 wurde der Bau des vierstöckigen Berliner Polizeipräsidiums vollendet. Mit einer Seitenlänge von 196 x 92 Metern war es eines der größten Gebäude der Stadt Berlin und wurde im Volksmund als „Rote Burg“ bezeichnet. Im Inneren des Gebäudekomplexes befand sich eine Haftanstalt mit Platz für 328 männliche und 94 weibliche Häftlinge, meist Untersuchungsgefangene.
Während der NS-Zeit befand sich in dem Gebäude der Sitz der Gestapo. Zunehmend wurden Schutzhafthäftlinge inhaftiert. Bei Verhören kam es häufig zum Gebrauch von Folter. Viele Gefangene deportierte man später in das KZ Sachsenhausen oder in Vernichtungslager im heutigen Polen.
In den letzten Kriegsmonaten wurde das Gebäude schwer beschädigt. Noch bis 1953 waren Gefangene in der „Roten Burg“ untergebracht. 1957 wurden die letzten Gebäudereste abgetragen.
(Erler: Berliner Gefängnisse, S. 8, 9.)
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Frauen
Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt
- Marta Rehwald, geb. Kapuschinski
- Emmy Zehden, geb. Windhorst
Männer
Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt