München-Giesing, KZ-Außenlager Agfa Kamerawerke
Adresse
Außenlager Agfa Kamerawerke des Konzentrationslagers Dachau
München-Giesing, Weißenseestraße 7–15, Deutschland
Informationen zum Ort
Das Münchner Lager Agfa Kamerawerke war eines von über 160 Außenlagern des KZ Dachau. Es bestand vom 13. September 1944 bis zur Befreiung am 30. April 1945. Bis zu 550 Frauen, meist aus den Niederlanden und aus Polen, die zuvor überwiegen im KZ Ravensbrück inhaftiert waren, lebten hier in einem unfertigen Münchener Wohnblock in der Weißenseestraße 7–15, der von Stacheldrahtzäunen und Wachtürmen umgeben war. Jeden Tag marschierten sie die 1,3 km zum Agfa Camerawerk in der Tegernseer Landstraße, um dort Zwangsarbeit zu verrichten.
Auch die Zeugin Jehovas Linda Matz, die am 4. Februar 1945 auf einem Evakuierungstransport aus dem KZ Auschwitz in Dachau eintraf, kam in das Außenlager Agfa Kamerawerke. Nach Zerstörungen in München wurden die meisten Frauen am 26. April 1945 auf einem Todesmarsch nach Wolfratshausen geschickt. Die zurückgebliebenen Frauen wurden am 30. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit, die Teilnehmer des Todesmarsches einen Tag später.