Pforzheim, Amtsgefängnis
Adresse
Amtsgefängnis Pforzheim
Pforzheim, Rohrstraße 17, Deutschland
Informationen zum Ort
Das Amtsgefängnis Pforzheim wurde 1900 erbaut und nach der Eröffnung 1901 als Gerichtsgefängnis genutzt. In der Zeit des Nationalsozialismus waren hier Jüdinnen und Juden sowie politische Gegner inhaftiert und wurden in vielen Fällen in Konzentrationslager deportiert. Auch Zeuginnen und Zeugen Jehovas aus dem Raum Pforzheim verbüßten hier Teile ihrer Haftstrafen. So wurde Klara Müssle im Frühjahr 1940 von ihrer Arbeitsstelle ins Gefängnis abgeführt, dort verhört und und dann ins KZ Ravensbrück überstellt. Heute befindet sich im Gebäude das einzige Abschiebegefängnis in Baden Württemberg. (Krause-Schmitt: Heimatgeschichtlicher Wegweiser, Bd. 5, Baden-Württemberg 1, S. 110.)
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
1940 weigerte sich die Zeugin Jehovas Klara Müssle im Pforzheimer Gefängnis eine Erklärung zu unterschreiben, mit der sie ihrem Glauben abschwören sollte. (Initiative Stolpersteine: Stolpersteine [2025], S. 10.)