Auguste Schad, geb. Wagner
- Vorname(n)
- Auguste
- Geburtsname
- Wagner
- Nachname
- Schad
- Geburtsdatum
- 6. September 1877
- Geburtsort
- Bermbach, Deutschland
- Beruf
- Hausfrau
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Besuch der Zusammenkünfte von Jehovas Zeugen ab 1932
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Hilda Marr, geb. Wagner (Schwester)
- Wilhelm Marr (Schwager)
- Hilde Avemarg, geb. Schad (Tochter)
- Emma Thiel, geb. Schad (Tochter)
- Ernst Avemarg (Schwiegersohn)
- Willy Thiel (Schwiegersohn)
- Hildegard Lapp, geb. Marr (Nichte)
- Elisabeth Bauer, geb. Bauroth (Enkeltochter)
- Eduard Bauer (Ehemann der Enkeltochter)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Emma Thiel, geb. Schad (Tochter)
- Willy Thiel (Schwiegersohn)
- Elisabeth Bauer, geb. Bauroth (Enkeltochter)
- Eduard Bauer (Ehemann der Enkeltochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Auguste Schad beteiligte sich 1933 an der Verbreitung der Broschüre „Die Krise“, worauf eine Hausdurchsuchung stattfand. Sie nahm auch am 7. Oktober 1934 an der Protestzusammenkunft sowie an weiteren verbotenen religiösen Zusammenkünften der Zeugen Jehovas in Bermbach teil.
Trotz mehrfachen Aufforderungen zur Teilnahme an der Reichstagswahl am 29. März 1936 und der Volksabstimmung am 10. April 1938 verweigerte Auguste Schad dies. Daraufhin wurde die Wohnung der Familie am 14. April 1938 durch SS und SA umstellt und Auguste Schad mit ihrer Tochter Emma Bauroth und weiteren Verwandten in Schutzhaft genommen. Bis zum 16. April 1938 war sie im Gerichtsgefängnis Schmalkalden inhaftiert. Nach ihrer Entlassung fanden weitere Randale durch SS und SA vor dem Wohnhaus der Familie statt, so wurden die Fensterscheiben eingeschlagen. Nach einer erneuten Verhaftung wurde Auguste Schad am 17. April 1938 in das Gerichtsgefängnis Schmalkalden gebracht und von dort am selben Tag in das Polizeigefängnis Schmalkalden überführt. Später wurde sie freigelassen.
(Bersch: Aberkannt, S. 149–154.)
Gedenkzeichen
In Bermbach befindet sich seit 1993 auf dem ehemaligen Grundstück der Familien Schad, Thiel und Bauer Bermbacher Hauptstraße 25 a ein Königreichssaal von Jehovas Zeugen. (Bersch: Aberkannt, S. 166)