Bruno Seifert
- Vorname(n)
- Bruno
- Nachname
- Seifert
- Geburtsdatum
- 16. November 1898
- Geburtsort
- Dittersdorf, Deutschland
- Todesdatum
- 15. März 1954
- Todesort
- Dresden, Deutschland
- Verfolgungsbedingte Todesart
- Tod im Krankenhaus nach Folter in Polizeihaft
- Beruf
- Postvorsteher
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Gustav Hermann Kottner (Schwiegervater)
- Martha Kottner, geb. Körbs (Schwiegermutter)
- Margarethe Seifert, geb. Kottner (Ehefrau)
- Friedrich Brosius (Schwager)
- Else Brosius, geb. Kottner (Schwägerin)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Martha Kottner, geb. Körbs (Schwiegermutter)
- Margarethe Seifert, geb. Kottner (Ehefrau)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Bruno Seifert war bereits 1934 von seinem Arbeitgeber, der Post, aufgrund seiner Religionszugehörigkeit entlassen worden. Am 19. Februar 1937 erfolgte dann seine Verhaftung und am 18. März 1937 wurde er wegen Wehrdienstverweigerung zu acht Monaten Haft unter Anrechnung von drei Wochen und sechs Tagen Untersuchungshaft verurteilt. Da Bruno Seifert zu einer Strafe im Militärgefängnis Torgau verurteilt wurde, ist davon auszugehen, dass ihn das zuständige Gericht der 24. Division in Chemnitz verurteilt hat. Die Strafe verbüßte er bis zum 21. Oktober 1937. (Krüger: Eine Bibel, S. 28, 29.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Bruno Seifert wurde 1950, dem Jahr, in dem Jehovas Zeugen in der DDR verboten wurden, wiederum wegen seiner Zugehörigkeit zu den Zeugen Jehovas aus dem Postdienst entlassen und drei Tage in Untersuchungshaft genommen. Am 9. Februar 1954 erfolgte in Dittersdorf seine Verhaftung. Er wurde in das Gefängnis Proschhübelstraße 6 in Dresden-Neustadt überstellt und dort am 15. März 1954 so schwer misshandelt, dass er noch am gleichen Tag im Stadtkrankenhaus Dresden-Johannstadt, Fetscherstraße 74, verstarb. (Krüger: Eine Bibel, S. 28, 29.)