Johannes Brosius
- Vorname(n)
- Johannes
- Nachname
- Brosius
- Geburtsdatum
- 6. Februar 1907
- Geburtsort
- Wermelskirchen, Deutschland
- Todesdatum
- 14. November 1956
- Todesort
- Santiago de Chile, Chile
- Beruf
- Polsterer und kaufmännischer Angestellter im elterlichen Schuhgeschäft
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Taufe als Bibelforscher im Jahr 1926
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
- Wermelskirchen, Wiesenweg 4, Deutschland
- Santiago de Chile
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Otto Brosius (Vater)
- Daniel Brosius (Bruder)
- Friedrich Brosius (Bruder)
- Else Brosius, geb. Kottner (Schwägerin)
- Ilse Brosius, geb. Fidler (andere Schreibweise: Fiedler) (Schwägerin)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Johannes (Hans) Brosius war von 1927 bis zum Verbot der Zeugen Jehovas im deutschen Zweigbüro der Zeugen Jehovas in Magdeburg tätig. Nach dem Verbot nahm er regelmäßig an religiösen Zusammenkünften in Privatwohnungen in Wermelskirchen teil. Auch beteiligte er sich im Rahmen des Missionsdienstes an der Verbreitung von Bibeln. Bei einer Hausdurchsuchung der elterlichen Wohnung am 13. Februar 1935 fand die Gestapo bei ihm zwei Abzüge eines kopierten Artikels des Wachtturms. Darauf wurden er und sein Bruder Friedrich am 21. Mai 1935 angeklagt, für die verbotene Organisation der Bibelforscher tätig gewesen zu sein. Beide erhielten eine dreimonatige Haftstrafe, die Hans Brosius vom 21. November 1935 bis zum 21. Februar 1936 zunächst in Opladen und dann in der Haftanstalt in Düsseldorf-Derendorf verbüßte.
Am 17. November 1937 wurde er zusammen mit seinen Brüdern Friedrich und Daniel erneut verhaftet. Im Gegensatz zu Friedrich kam er nach zwei Tagen wieder frei. Daraufhin entschloss er sich zusammen mit seiner Ehefrau, einer niederländischen Jüdin, nach Santiago de Chile zu fliehen.
(Krüger: Eine Bibel, S. 23.)