Oskar Friedrich Jakobi
- Vorname(n)
- Oskar Friedrich
- Nachname
- Jakobi
- Geburtsdatum
- 10. September 1898
- Geburtsort
- Lodz (Łódź), Polen
- Todesdatum
- 4. März 1943
- Verfolgungsbedingte Todesart
- Im Konzentrationslager an Typhus verstorben
- Beruf
- Fleischermeister, später Fabrikarbeiter
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Besuchte Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Alma Jakobi, geb. Schiefer (Ehefrau)
- Elsa Brandt, geb. Schiefer (Schwägerin)
- Marta Rotz, geb. Schiefer (Schwägerin)
- Ursula Syrowa, geb. Jakobi (Tochter)
- Else Ruth Affeld, geb. Brandt (Nichte)
- Irena Reich, geb. Brandt (Nichte)
- Hanna Steinwachs, geb. Brandt (Nichte)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Friedrich (Fritz) Jakobi war im Gegensatz zu seiner Frau Alma noch kein getaufter Zeuge Jehovas, als er im Frühjahr 1941 das erste Mal von der Gestapo in Litzmannstadt verhaftet wurde. In der Haft unterschrieb er ein Dokument, das besagte, dass er nicht mehr als Zeuge Jehovas tätig sein wolle und wurde daraufhin freigelassen.
Fritz und Alma Jakobi sahen sich auf diesem Transport das letzte Mal.
Am 8. Juni 1942 erfolgte in seiner Wohnung eine zweite Verhaftung und er kam in das Polizeigefängnis der Gestapo für Männer. Weil seine Frau an diesem Tag nicht zu Hause war, kam die Gestapo am nächsten Tag wieder und verhaftete auch sie. Am 12. November 1942 wurde ein Transport mit 71 Männern (darunter vier Zeugen Jehovas) und 24 Frauen (darunter 13 Zeuginnen Jehovas) in das KZ Auschwitz zusammengestellt. Fritz und Alma Jakobi sahen sich auf diesem Transport das letzte Mal.
Fritz Jakobi erhielt in Auschwitz die Häftlingsnummer 74.484. Er wurde am 3. und 4. Dezember 1942 in den Arrestbunker vom Block 11 gesperrt. Anschließend musste er im Kommando Solabrücke an der Uferbefestigung des Flusses Sola arbeiten. Nach offiziellen Angaben verstarb er am 4. März 1943 an Typhus.
(Privatarchiv T. Martin Krüger: Bericht Michael Reich; Wontor-Cichy: Für den Glauben in Haft, S. 90, 150.)