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Elsa Brandt, geb. Schiefer

Vorname(n)
Elsa
Geburtsname
Schiefer
Nachname
Brandt
Geburtsdatum
8. August 1894
Geburtsort
Lodz, Polen
Todesdatum
6. März 1973
Todesort
Lindhorst, Deutschland

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Elsa Brandt war eine Zeugin Jehovas. Ihr Ehemann Julius Brandt teilte ihren Glauben nicht. Er war NSDAP-Mitglied und arbeitete als Landrat und Blockwart. Als Elsa Brandts Schwester Alma Jakobi und ihr Schwager Friedrich Jakobi im Juni 1942 als Zeugen Jehovas verhaftet und im November schließlich nach Auschwitz deportiert wurden, nahm sie deren Tochter Ursula bis 1945 in ihrem Haushalt auf.

In der Wohnung der Familie Brandt fanden zu dieser Zeit auch illegale Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas statt und es wurde Literatur der Glaubensgemeinschaft versteckt, da keine Hausdurchsuchung zu befürchten war.

Marta Proppe, eine Freundin von Elsa Brandt, wurde 1942 ebenfalls inhaftiert und nach Auschwitz gebracht. Elsa und Julius Brandt versteckten den Ehemann Alfons Proppe auf dem Dachboden ihres Hauses. Der Sohn Egon Proppe war bei einer anderen Familie untergebracht, kam jedoch zum Spielen manchmal ins Haus. Bei diesen Gelegenheiten konnte ihn sein Vater, in einem Schrank versteckt, heimlich beobachten.

Als sich die Wehrmacht aus Polen zurückzog, flüchtete Julius Brandt am 19. Januar 1945 in Richtung Westen. Elsa Brandt und ihre drei Töchter verließen erst am 3. Juni 1945 Lodz und kamen über Kattowitz und Friedland nach Apelern. Julius Brand wurde 1956 ebenfalls ein Zeuge Jehovas.

(Privatarchiv T. Martin Krüger: Bericht Miriam Dauenhauer über Elsa Brandt.)

Vier Personen stehen in festlicher Kleidung auf einer Wiese vor einer Baumgruppe.
Familie Brandt (von links): Mutter Elsa, die Töchter Else Ruth und Hanna und Vater Julius, um 1950 (UaP Miriam Dauenhauer).

Externe Medien

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