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Anna Maria Schwartz, geb. Heide

Vorname(n)
Anna Maria
Geburtsname
Heide
Nachname
Schwartz
Geburtsdatum
9. Juni 1903
Geburtsort
Radevormwald, Deutschland
Todesdatum
20. August 1961
Todesort
Radevormwald, Deutschland
Beruf
Schneiderin

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Ab dem 27. November 1934 hatte die Gestapo die Post der Familie Schwartz und anderer Glaubensgeschwistern in Radevormwald überwacht. Am 3. März 1935 verbreitete Anna Maria Schwartz mit ihrem Mann Paul und anderen Zeugen Jehovas im Stadtteil Honsberg Bibeln mit dem Ziel, Gespräche über religiöse Fragen beginnen zu können. Nach einer Anzeige kam es zu einem Strafverfahren wegen des Verkaufs von Bibeln ohne Gewerbelegitimation, das am 16. März eingestellt wurde.

Nachdem ihr Mann am 24. September 1935 festgenommen worden war, wurde drei Tage später Anna Maria Schwartz auf der Polizeiwache in Radevormwald verhört. Nach dem Verhör wurde sie vorerst freigelassen, um sich weiter um ihren einjährigen Sohn und ihre beiden älteren, pflegebedürftigen Schwestern Theresie Klüting und Hedwig Hillebrand kümmern zu können.

Am 22. November 1935 fand im Amtsgericht Remscheid ein Prozess gegen zwölf Zeugen Jehovas aus Radevormwald, darunter auch Anna Maria Schwartz statt. Wegen „Fortführung der verbotenen Organisation der Ernsten Bibelforscher“ erhielten alle Angeklagten Gefängnisstrafen.

Anna Maria Schwartz wurde zu einem Monat Haft verurteilt, die sie vom 27. Dezember 1935 bis 2. Januar 1936 in Wuppertal-Elberfeld und anschließend bis zum 27. Januar 1936 in Düsseldorf-Derendorf verbüßte.

(Krüger: Eine Bibel, S. 18 f.)

Zehn Personen unterschiedlichen Alters sitzen vor und hinter einer gedeckten Kuchentafel.
Eine Gruppe Zeugen Jehovas aus Radevormwald in den 1950er Jahren, darunter Auguste Schaumburg (o.l.) mit ihrer Tochter Gisela (u.r.), Anna Maria Schwartz (u.l.), Albert (m.l.) und Hedwig Hillebrand (u.m.), sowie Adele und Rudolf Klüting (m.r.) (UaP Gisela Rohleder).

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