Ida Bartosch
- Vorname(n)
- Ida
- Nachname
- Bartosch
- Geburtsdatum
- 24. Mai 1900
- Geburtsort
- Pforzheim, Deutschland
- Todesdatum
- 1977
- Todesort
- Pforzheim, Deutschland
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Antonie Hahn, geb. Bartosch (Schwester)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Ida Bartosch war ledig und unterstützte auch nach dem Verbot der IBV 1933 aktiv die Gemeinde der Zeugen Jehovas in Pforzheim. Wegen „Dienstpflichtverletzung“ war sie in den Jahren 1940/41 in der Frauenhaftanstalt Gotteszell inhaftiert. Am 25. April 1942 wurde sie von der Stapo Karlsruhe in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück überstellt. Dort kategorisierte die SS sie zunächst als politische Jüdin, was dann aber auf Bibelforscherin berichtigt wurde. Sie erhielt verschiedene Arbeitszuteilungen, so in der Schneiderei, in der Lagergärtnerei und im Kellerbruch.
Am 24. März 1944 kam Ida Bartosch mit anderen Häftlingen in das KZ-Außenlager Schloss Mittersill. Am 15. September 1944 wurde sie in das KZ Mauthausen überführt und musste schließlich auf dem Schloss Lannach, einem KZ-Außenlager, bis zu ihrer Befreiung am 9. Mai 1945 arbeiten.
Anfang der 1970er Jahre wurde Ida Bartosch in Verbindung mit Ermittlungen der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg vernommen und berichtete folgendes: „Die Häftlinge in Ravensbrück wurden allgemein schlecht behandelt. Ich persönlich habe 25 Stockhiebe mit dem Ochsenziemer bekommen, und dann bekam ich einmal 25 Eimer eiskaltes Wasser über den Leib gegossen. Daraufhin wurde ich lange in der Krankenbaracke behandelt. Für mich war es eine Erlösung, als ich von Ravensbrück nach Schloss Lannach überführt wurde. Dort mussten wir zwar schwer arbeiten, aber die Behandlung war gut.“
(Karner/Gsell/Lesiak: Schloss Lannach, S. 160 ff., 174.)