Berlin-Mitte, Volksgerichtshof
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Adresse
Volksgerichtshof im ehemaligen Wilhelms-Gymnasium in Berlin
Berlin-Mitte, Bellevuestraße 15, Deutschland
Auf dem Gelände steht heute das Center am Potsdamer Platz.
Informationen zum Ort
Der Volksgerichtshof (VGH) wurde am 24. April 1934 als Sondergericht zur Aburteilung von Hoch- und Landesverrat gegen den nationalsozialistischen Staat eingerichtet. Bis 1945 verurteilte der VGH über 16.000 Personen und fällte über 5.000 Todesurteile, auch über Zeugen Jehovas. Er tagte zunächst im Gebäude des Preußischen Landtags in der Prinz-Albrecht-Straße 5 (heute Abgeordnetenhaus von Berlin). Von 1935 bis zur Zerstörung am 3. Februar 1945 hatte der VGH seinen Sitz im ehemaligen Wilhelms-Gymnasium in der Bellevuestraße 15, unweit vom Potsdamer Platz. Einige Prozesse fanden ab August 1944 auch im Gebäude des Kammergerichts in Berlin-Schöneberg statt, darunter der Schauprozess am 8. August 1944 gegen Unterstützer des Attentats vom 20. Juli 1944. Andere Prozesse wurden im Amts- und Landgericht Potsdam verhandelt. (Steur: Der Volksgerichtshof.)
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Frauen
Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt
Männer
Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt