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Friedrich Stoffels

Vorname(n)
Friedrich
Nachname
Stoffels
Geburtsdatum
7. August 1898
Geburtsort
Hamborn (heute Stadtbezirk von Duisburg), Deutschland
Todesdatum
14. August 1944
Verfolgungsbedingte Todesart
Durch die Guillotine hingerichtet
Beruf
Arbeiter, Bergarbeiter

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Nach dem Verbot der Religionsgemeinschaft 1933 gelang es Friedrich (Fritz) Stoffels trotz großer Gefahren längere Zeit unbehelligt, Papier für den Druck des nun illegalen Wachtturms zu besorgen und die im Untergrund gedruckten Schriften an die Glaubensgeschwister in Köln zu verteilen. Er beteiligte sich auch an der Schriftenverbreitung in der Öffentlichkeit. Bekannt ist, dass er 1939 Bücher der Religionsgemeinschaft auf eine Parkbank legte und dann beobachtete, ob sie jemand mitnahm.

1939 erfolgte seine Verhaftung. Das Kölner Sondergericht verurteilte ihn zu drei Jahren Gefängnis und Zuchthaus. 1943 war er wieder in Freiheit. Er und seine Frau zogen von Köln nach Oberhausen, wahrscheinlich um weiteren Nachstellungen durch die Gestapo zu entgehen. Im selben Jahr verhaftete man beide in Oberhausen. Das Sondergericht in Hamm verurteilte sie zu 18 Monaten Gefängnisstrafe. Wo sie die Haftstrafe absaßen, ist nicht bekannt.

Friedrich und Klara Stoffels gehörten zu einer aktiven Gruppe von sieben Zeugen Jehovas aus Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Karlsruhe, die 1943/44 verhaftet, nach Berlin gebracht und vom Volksgerichtshof wegen „Wehrkraftzersetzung“ und „Feindbegünstigung“ angeklagt wurde. Friedrich Stoffels wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden inhaftiert. Am 2. Juni 1944 fällte der Volksgerichtshof das Todesurteil für ihn. Er wurde am 14. August 1944 im Alter von 46 Jahren in Brandenburg-Görden hingerichtet.

(Lorsbach: Die NS-Verfolgung Köln, S. 24; Schlechtriemen: Opfer in Köln-Müngersdorf, S. 77 f.; WTG: Lila Winkel 1999, S. 21.)

Ausschnitt aus einem Gruppenfoto: Ein Mann mit Fliege zwischen zwei Frauen.
Fritz und Klara Stoffels (li) mit Luise Pakull (JZArchZE).

Gedenkzeichen

In der 1997 eröffneten und später erweiterten Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln wird auch an das Schicksal von Friedrich und Klara Stoffels erinnert.

Am 27. Januar 2007 wurden vor dem Bahnhof Belvedere (Belvederestraße 147) im Beisein von mehreren hundert Zeuginnen und Zeugen Jehovas zwei Stolpersteine für Friedrich und Klara Stoffels verlegt. (Schlechtriemen: Opfer in Köln-Müngersdorf, S. 79.)

Auf dem „Ehrenmal für die im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichteten antifaschistischen Widerstandskämpfer“ auf dem Friedhof Krematorium in Brandenburg wird sein Name genannt.

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